Papierwände-1b

643 Worte

Das ist das Besondere an Damien – er bewegt sich durch Räume wie Schatten, ohne Ankündigung, ohne die kleinen, unbewussten Geräusche, die die meisten Menschen von sich geben. Kein Schlüsselklirren, kein Räuspern, kein „Ich bin wieder da!“, das in die Wohnung gerufen wird. Im einen Moment bin ich allein und zeichne, und im nächsten merke ich, ohne aufzusehen, dass ich nicht mehr allein bin. Ich zucke nicht zusammen. Das überrascht mich. Ich schaue auf. Er steht in einer dunklen Jacke mit nassen Schultern vom Regen draußen an der Küchentheke und sieht mich mit diesem ruhigen Blick an, der nichts verrät und alles in sich aufnimmt. „Du warst draußen“, sage ich. „Kurz.“ Er stellt eine Papiertüte auf die Theke. „Einkäufe.“ „Du hast gesagt, ich darf nicht raus.“ „Das darfst du nicht.“ Er be

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