Kapitel 4

1887 Worte
Kapitel 4 Rob konnte es nicht mehr ertragen. Er musste Rachel finden. Er konnte ein Leben ohne sie nicht ertragen, und musste sie einfach finden. Er war hoffnungslos in sie verliebt und wollte mit ihr zusammen sein. Er wusste auch, dass sie die Antworten haben würde, warum er sich so fühlte und warum er gewendet worden war. Er wusste nicht warum er diese brennende Leidenschaft dafür empfand, sie zu finden aber er wusste, dass er seinem Bauchgefühl folgen musste, seinem Trieb mit ihr zusammen zu sein. Er blieb nicht lange im Umkleideraum; er rannte hinaus ohne die Sauerrei die er angerichtet hatte zu verstecken. Becca lag auf dem Boden, Blut tropfte aus ihrem Hals, ihr Körper zuckte als er die Schließfachtür zuschlug und ohne zurückzusehen heraus rannte. Er nahm an, dass es nicht von bedeutung war, da niemand etwas vernuten würden, schon gar nicht von ihm. Rob wusste, dass er Rachel nur finden konnte, wenn er ihre Familie nach ihr fragte. Das einzige Problem dabei war, dass er mehrmals zu ihrem Haus gegangen und an die Türe geklopft hatte, aber niemand geantwortet hatte. Er verstand nicht, warum sie nie zu Hause waren. Er nahm an, dass ihnen nicht nach Gesellschaft zu Mute war, und sie noch immer um sie trauerten, war sich aber nicht sicher. Zum Glück hatte er von ein paar seiner Freunde gehört, dass Rachels jüngerer Bruder, Marc, heute Abend auf der Party sein würde. Trotz müdigkeit und Hunger wusste er, dass er auf diese Party gehen musste. Er wusste, dass er Marc finden, und diesem Geheimnis auf den Grund gehen musste. Wenn jemand wusste, wo Rachel zu finden war, war es wohl einer ihrer Geschwister, und so fuhr er in seinem blauen Audi zur Party. Als er am Stadtrand bei den Reihenhäusern ankam sah er eine Schlange seiner Schulkameraden die den steilen Hang hinauf und durch die Vordertüre hindurch liefen. Er wartete in seinem Wagen, seinen Motor und die Scheinwerfer hatte er ausgeschaltet. Er saß da und wartete darauf, dass Marc auftauchte. Nach fünfzehn Minuten entschied er, dass er wohl besser hineingehen sollte um ihn zu finden. Vielleicht war er schon zuvor angekommen und schon drinnen. Rob betrat die Party und wurde von einem schwarm von Leuten eingekreist die ihm zu jubelten und ihm gratulierten. Einer nach dem anderen trat auf ihn zu und bot ihm einen Vodka shot, Tequila oder eine Dose Bier. Rob nahm ein paar shots, jubelte mit seinen Freunden und dann, sobald die Aufregung vorbei war, und er jeden begrüßt hatte, machte er sich auf die Suche nach Marc. Er schlich im Haus umher, als ob er ein Einbrecher war. Er wusste, dass er warscheinlich nicht nach oben hätte gehen sollen, aber er musste Marc finden. Er konnte nicht gehen bevor er mit ihm gesprochen hatte. Plötzlich roch Rob etwas bekanntes. Er erinnerte sich daran, wie er an Marc im Schulflur vorbei gelaufen war, und er erinnerte sich an seinen Geruch, und jetzt roch er ihn gerade wieder. Der Geruch seines Blutes verstärkte Robs Hunger als er durch das Haus schlich und nach ihm suchte. Dann ging er zu den offenen Fenster am hinteren Ende des Hauses, und sah ihn draußen mit einer Gruppe von Freunden stehen. Rasch drehte sich Rob herum und ging nach unten und durch die Hintertür hinaus. Er betrat den kleinen Hinterhof der mit einem Metalzaun versehen war, und auf den andere Häuser hinabsahen. Dies war kein übliches Westchester Haus, aber daran dachte er gerade nicht. Er hatte eine Mission. „Marc, was gibts Mann?“ sagte Rob und ging zu ihm hinüber. „Yo, wer ist da?“ sagte Marc und sah verdächtig aus, als er rasch etwas in die Tasche schob. „Ich bins, Rob, du weisst schon, der Kumpel deiner Schwester,“ erwiederte er. „Ach ja, was geht,“ sagte Marc cool. Rob war überrascht ihn in weiten Hosen und einem Kapuzen-Shirt zu sehen, und dass er mit den Junkie der AHS abhing. Er begriff nicht, dass Marc sich auf einen üblen Pfad begeben hatte, und er verstand nicht weshalb. Er erinnerte sich, dass Marc vor einem Jahr ein unschuldiger Neuntklässler gewesen war, und jetzt war er fast ein ganz anderer Mensch. Rob konnte sogar eine tätowierung erkennen die aus seinem Shirt hervorsah, und sich um seinen Hals wand. „Hast du einen Augenblick?“ fragte Rob. „Nicht wirklich, nicht für dich,“ sagte Marc fies, offensichtlicherweise versuchte er seine neuen Freunde zu beeindrucken. „Ja du Sportskanone, wir wollen dich hier nicht, warum bist du überhaupt hier rausgekommen?“ fragte einer der Kerle. „Was ist dein Problem Mann?“ erwiederte Rob. „Mir dir habe ich nicht geredet.“ Also du redest mit meinem Kumpel und das ist genauso, als ob du mit mir redest, verstehst du?“ erwiederte der Typ. „Hör zu Mann, reg dich ab, ich rede mit Marc,“ erwiederte Rob verärgert. „Marc, wo ist deine Schwester? Was ist mit ihr passiert?“ Marc warf seinen Joint auf den Boden und sah Rob an. Er war sichtlich verärgert und verstört von dieser Frage, und seine Freunde konnten sehen, dass er langsam sauer wurde. „Yo, Mann, warum musstest du das aufbringen. Weisst du nicht, dass du nicht über sie reden solltest?“ erwiederte ein anderer Typ unhöflich. „Ja Bro, was ist dein Problem? Lass ihn in Frieden,“ rief ein anderer Typ. „Regt euch ab Jungs, Ich muss sie finden, ich will ihr helfen,“ erwiederte Rob. „Es gibt nichts was du tun kannst. Du kannst uns nicht helfen,“ sagte Marc als er auf Rob zuging. „Das kann ich, glaub mir. Ich werde sie finden, ich brauch nur ein paar Hinweise,“ erwiederte Rob. „Was davon verstehst du nicht Rob? Nein! Du kannst uns nicht helfen,“ rief Marc und lief angebergisch auf ihn zu. Rob beobachtete wie Marc sich ihm näherte. Er konnte seinen blutunterlaufenen Augen und seine zögerlichen Schritte sehen. Er wusste, dass er betrunken und high war. Rob erkannte den Hass in Marcs Augen, und fragte sich, was wohl jetzt geschehen würde. Der Geruch von Marcs Blut ließ ihn schwach warden. Er wartete, und bevor er sich versah hatten Marcs Freunde ihn eingekreist, bereit für einen Kampf. Rob sah sie locker an, den er wusste, dass seine Kraft gewinnen würde und er wartete darauf, dass sie ihre Fäuste hoben. Wie erwartet griff ihn einer nach dem anderen an, einschließlich Marc. Sie schwangen die Fäuste auf ihn zu. Rob wich ihnen aus und dann, ohne zu denken, schlug er einmal zu und streifte jeden von ihnen über das Gesicht und den Hals. Sie alle fielen wie Domino Steine zu Boden. Marc lag zitternd am Boden und bekam plötzlich Angst als Rob sich ihm näherte. „Erzähl mir was du weisst?“ sagte Rob erneut, diesesmal etwas ernster. „Ich weiss nichts, ich weiss garnichts,“ sagte Marc und starrte Rob an, der sich über ihn gebeugt hatte. „Lüg mich nicht an. Sag es mir, oder...,“ sagte Rob als er von Marc unterbrochen wurde. „Das Einzige das ich weiss, ist das andere Schwester Sarah eine Ahnung haben könnte. Mehr weiss ich nicht,“ sagte Marc, als ihm die Augen in den Kopf zurückrollten. Rob sah herab und wusste, dass dies womöglich der Hinweis war, den er sich erhofft hatte, aber er war noch nicht fertig. Er musste mehr herausfinden. Er schlug ihn auf die Wange und Marc kam wieder zu sich und öffnete die Augen, die sich wieder auf ihn konzentrierten. „Wo ist Sarah?“ fragte Rob. „Ähm...“ seine Augen wurden wieder glasig. Rob schlug ihn noch einmal. „Sie ist jetzt auf der Uni,“ erwiederte Marc. „Wo? Welche Schule?“ fragte Rob. Er wartete, aber Marc antwortete nicht. „Wo ist sie?“ schrie Rob Marc an. „Syracuse,“ sagte er als sein Kopf zur Seite rollte. Rob sah auf seinen leblosen Körper und konnte dem Drang nicht wiederstehen. Er sah ihn ein letztes Mal als einen Menschen, und sank dann seine Fangzähne tief in seinen Hals und saugte ihm rasch das Blut aus, damit niemand etwas sah. Dann saugte er auch seinen Junkie Freunden das Blut aus, wobei ihm nicht bewusst war, dass sie so viele Drogen genommen hatten, dass der Effekt auf ihn übergang und er sich schließlich selbst benommen fühlte. Es war ein Hoch, dass er noch nie zuvor von Blut erlebt hatte. Rasch verließ er den Schauplatz und war dabei der Party zu entfliehen. Er sah hoch und ihm wurde klar, dass er nun wieder dort durchgehen musste: es gab keinen anderen Weg. Er musste sich rasch bewegen, damit niemand verdacht schöpfen würde wenn sie nach Draußen gingen und die Blutdurchtränkten Punker aus der AHS in Hinterhof liegen sahen. Als er das Reihenhaus betrat, stürzte sich Arielle auf ihn, die einen kurzen, schwarzen Minirock, ein schulterfreies Top trug aus dem ihre Brüste fast herausplatzten, und hohe Absätze trug. Rob musterte sie und dachte sich, dass sie scharf aussah, aber er konzentrierte sich nicht allzusehr auf sie. Er dachte an Rachel und konnte sich jetzt nicht ablenken lassen. „Hey Robby,“ sagte Arielle verführerisch. „Hi,“ antwortete Rob kurz, und lief weiter auf die Vordertür zu um das Haus zu verlassen. „Warum so in Eile?“ sagte sie sinnlich. „Ich bin dann mal weg,“ antwortete Rob. „Aber warum? Die Nacht ist noch Jung,“ sagte Arielle und sah ihn an. Rob konnte an ihrem Verhalten erkennen, dass sie schon etwas getrunken hatte. Sie was throwing herself at him, was er eher nervig und unattraktiv fand. Er wusste, dass er Sarah finden musste, und dass schnell. Er konnte keine weitere Sekunde verstreichen lassen, ohne seine wahre Liebe zu finden. „Robby komm her, ich will dir etwas zeigen,“ sagte Arielle, ergriff Robs Hand und zog ihn rückwärts. „Ich muss jetzt gehen,“ erwiederte er und zog seine eiskalte Hand zurück. „Nur eine Minute, ich glaube es wird dir gefallen,“ sagte Arielle und sah auf ihren Körper herab. Rob wusste nicht was ihn hier erwartete. Er wusste, dass es einfach für ihn sein würde, wenn er blieb, allerdings war er nicht wirklich in der Stimmung. Er konnte gerade an kein anderes Mädchen denken. Seine Gedanken waren voll und ganz darauf fixiert, Rachel zu finden. Er spürte wie jemand an seiner Jacke zog, und dann eine warme Hand die sein Hemd hinauf wanderte. „Rob, komm schon, lass uns nach Oben gehen. Ich will dir jetzt dort etwas zeigen,“ bat Arielle noch einmal. Sie zog ihn in ihre Arme und fing an ihren Kopf an seinen Hals und seine Brust zu reiben. Rob wusste nicht, was er tun sollte. Irgendwie gefiel ihm das, aber er war hin und hergerissen. Er wusste, dass er gehen sollte. Er konnte keine weiter Minute hierbleiben. „Nein Arielle! Ich habe doch gesagt, dass ich jetzt gehe,“ sagte Rob, schob sie von sich und lief rasch nach draußen zu seinem blauen Audi. Arielle rannte ihm in die Dunkelheit hinaus hinterher und folgte ihm in sein Auto. Sie hüpfte in den Beifahrersitzt und fing an sein Bein zu reiben. Rob wusste nicht, was er tun sollte. Der Geruch ihres Körpers und ihres Blutes waren verlockend als sie ihm immer näher kam. Er konnte ihr nicht länger wiederstehen. Er beugte sich vor, als ob er sie küssen wollte und seine Fangzähne fuhren heraus. Er wusste, dass sie keine Ahnung hatte, was hier geschah, aber bevor er sich selbst stoppen konnte sank er seine Zähne tief in ihren Hals und trank das Blut aus ihrem schlaffen Körper. Sie lag mit zuckenden Augen in seinen Armen und sah ihn mit glasigen Augen an. Ihr Körper zitterte und er konnte sehen wie die Transformation vor seinen Augen geschah. Er wusste, dass er sie gewendet hatte. Rasch stieg er aus seinem Wagen, rannte zur Beifahrer Seite, öffnete die Tür, und zog Arielle heraus. Er legte sie neben einen alten Baum ins Gras. Er wusste, dass sie dort sicher sein würde. Sicherer als auf der verrückten Reise, auf die er sich nun begeben würde. Er hoffe nur, dass sie niemanden erzählen würde, was geschehen war.
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