KAPITEL 61 – „DAS, WAS DICH NACH HAUSE VERFOLGT“

1122 Worte

SIENNAS SICHT Die Heimfahrt fühlte sich anders an. Nicht ruhiger. Nicht leichter. Einfach … anders. Wie die Stille nach einem Gewitter, wenn alles gleich aussieht, man aber den Donner noch in den Knochen spürt. Luthers Haus tauchte zwischen den Bäumen auf – hohe Fenster, die warm leuchteten, die Verandalichter, die einen sanften Heiligenschein um den Eingang bildeten. Nichts an dem Haus wirkte gefährlich, doch mein Herz raste, als erinnere es sich an die Gefahr, obwohl keine da war. Das Auto hielt an. Luther stieg als Erster aus und musterte die Umgebung wie immer – scharfsinnig, aufmerksam, als ob ihm die Gefahr persönlich Miete schuldete. Er erreichte meine Seite und öffnete die Tür. „Komm“, sagte er leise. Ich nickte und stieg aus, die Arme um mich geschlungen, obwohl die Nachtl

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