Myla war auf allen Vieren, ihre Lippen fest um Becks dicken Schwanz geschlossen. Sie hörte sein tiefes Stöhnen, während ihre Zunge an seinem Schaft entlangspielte. Jared war hinter ihr, hielt ihre Hüften fest gepackt, während er hart in sie eindrang; jeder Stoß tief und roh. Ihre Hände liebkosten ihren Körper, als gehöre er ihnen. Ihre Stimmen füllten ihre Ohren mit schmutzigem Lobgesang. Sie spürte, wie ihre p***y krampfte, während ihr Orgasmus aufstieg. Höher und immer höher, bis …
Myla erwachte mit einem leisen Keuchen. Ihr Herz schlug schnell, ihre Haut war feucht, trotz der kühlen Klimaanlage. Sie blinzelte hastig zur Decke und versuchte, die Erinnerung an den feuchten Traum loszuwerden.
Obwohl der Vorfall am Pool bereits einen Monat her war, träumte sie immer noch von Beck und Jared.
Drei lange Wochen war es her, seit sie die besten Freunde ihres Mannes wie eine Spannerin dabei beobachtet hatte, wie sie es miteinander trieben.
„… bis du es nicht mehr aushältst und mich anflehst, kommen zu dürfen.“ Jareds Worte von diesem Tag hallten in ihren Ohren wider. „Du nimmst alles an, was ich entscheide, dir zu geben, nicht wahr, Beck?“
Sie griff zwischen ihre Schenkel und zischte leise auf, als sie ihre geschwollene Klitoris streichelte. Dann hielt sie inne, stieß einen zittrigen Seufzer aus und schob die Laken von ihrem Körper.
Was zur Hölle war nur los mit ihr?
Sie schleppte sich aus dem Bett, überquerte den beheizten Holzboden ihres Zimmers und betrat das angrenzende Badezimmer, wobei sie ihr Spiegelbild mied. Das Wasser war warm, als sie unter die Dusche trat. Sie legte den Kopf in den Nacken, ließ sich den Wasserstrahl ins Gesicht laufen und schloss die Augen. Sie versuchte, die Überreste des Traums abzuschütteln … das Geräusch von Becks Stöhnen, die Art, wie Jared ihre Haare gepackt hatte, das Gefühl eines dicken Schwanzes in ihrem Mund, in ihrer p***y.
War sie wirklich so ausgehungert nach s*x, dass ihr Körper so verzweifelt war, dass sie anfing, sich vorzustellen, ihren Ehemann zu betrügen? Mit seinen eigenen verdammt besten Freunden?
Ihr Magen krampfte sich vor Scham und Schuldgefühlen zusammen, als sie ihren Schwamm nahm, Duschlotion darauf gab und begann, ihren Körper gründlich zu waschen, als wollte sie ihre Sünden wegschrubben.
Ihr Körper und ihr Geist schmerzten vor Verlangen; sie wollte sich wieder begehrt fühlen. Benutzt werden … verehrt … ausgefüllt.
„Es ist so lange her, dass ich einen echten Schwanz in mir gespürt habe“, dachte sie bitter. „Natürlich verliere ich langsam meinen Verstand.“
Sie schüttelte den Gedanken ab und schob ihn in den hintersten Winkel ihres Geistes, dorthin, wo sie all die anderen Gefühle aufbewahrte, mit denen sie sich nicht auseinandersetzen wollte. Genau so, wie sie es das letzte Jahr über getan hatte.
Gerade als sie aus der Dusche trat, hörte sie das leise Summen von motorisierten Rädern, das vom Flur herüberhallte.
Ihr Herz setzte einen Schlag aus, als das vertraute mechanische Surren des Rollstuhls ihres Mannes näher kam und er in ihr Schlafzimmer rollte.
„Bist du fertig, Schatz?“, rief seine tiefe Stimme aus dem Schlafzimmer. „Wir müssen so schnell wie möglich los. Alle werden bald zusammenkommen, und du weißt, wie sehr ich es hasse, nach allen anderen anzukommen.“
Myla erstarrte, als ein Schauer aus Scham und Erregung durch sie hindurchschoss. Beck und Jared würden bei diesem Treffen dabei sein.
Sie räusperte sich. „Ich beeile mich, Baby.“
Sie spülte sich schnell ab, trat aus der Dusche, wickelte ein Handtuch um ihren Körper, trat ans Waschbecken und putzte sich hastig die Zähne.
Sie dachte an Hayden und seinen neuerdings entwickelten Tick bezüglich Pünktlichkeit. Sie wusste, dass es eigentlich nicht um Pünktlichkeit ging, sondern darum, sicherzustellen, dass niemand Mitleid mit dem Mann im Rollstuhl hatte. Er hasste es, wenn Leute annahmen, dass der Mann im Rollstuhl zu kämpfen hatte und man auf ihn warten müsse. Dass er bemitleidet werden sollte.
Und eines hasste Hayden Oakley mehr als alles andere: Mitleid. Er akzeptierte es von niemandem, nicht einmal von ihr.
Myla betrachtete sich im Spiegel über dem Waschbecken. Ihre geröteten Wangen und ihre glühende Haut.
Sie stieß den Atem aus und murmelte ein leises „Scheiß drauf“.
Sie löste das Handtuch und hängte es auf das Trockengestell, dann trat sie völlig nackt aus dem Badezimmer ins Schlafzimmer. Ihre Schritte waren langsam und selbstbewusst. Ihr Körper war offen dargeboten, ein einladendes Lächeln lag auf ihren Lippen.
Hayden saß in seinem Stuhl, ein Stück hinter der Tür, gekleidet in einen eleganten schwarzen Anzug. Sein dunkles Haar war ordentlich aus dem Gesicht nach hinten gekämmt, was seine markante Kieferpartie und seine perfekten Wangenknochen betonte. Er war immer noch so atemberaubend gutaussehend. Seine blauen Augen fixierten sie in dem Moment, als sie heraustrat.
Für eine Sekunde sah sie etwas in ihnen aufflackern, dann war es verschwunden. Er bedachte sie mit einem Blick voller Gleichgültigkeit, ohne ihren Körper auch nur eines weiteren Blickes zu würdigen. „Nun, beeil dich“, sagte er schlicht, drehte dann seinen Stuhl um und rollte aus dem Zimmer, wobei er die Tür hinter sich schloss.
Myla stand nackt da und schluckte den stechenden Schmerz aus Unsicherheit und Scham hinunter, der sich in ihrer Kehle festsetzte. Sie ging zu ihrem Frisiertisch und blinzelte Tränen weg. War sie nicht mehr attraktiv?
Sie betrachtete ihr Spiegelbild im großen Spiegel: ihre vollen Brüste, ihre schmale Taille, ihre weichen Hüften und ihren runden Hintern.
Nein. Sie war immer noch sexy.
Sie erinnerte sich daran, wie Hayden früher die Kontrolle verloren und ihren Körper verehrt hatte. Er hatte sie jederzeit gepackt, sie auf Anrichten gehoben, aufs Bett … auf jede passende Oberfläche, und sie einfach an Ort und Stelle gefickt, als könne er ohne sie nicht atmen. Selbst nach zwei Jahren Ehe hatte er sie noch mitten am Tag genommen.
Aber nicht mehr jetzt. Jetzt sah er sie nicht einmal mehr mit etwas anderem als Gleichgültigkeit an oder, an schlimmeren Tagen, mit Irritation.
Der Unfall hatte ihm mehr genommen als nur die Fähigkeit zu gehen. Er hatte ihn selbst mitgenommen … seine Wärme … seinen Hunger und seine Liebe für sie.
Sie schreckte leicht zusammen, als seine Stimme ungeduldig vom Flur her rief: „Ich warte im Auto auf dich.“
Sie atmete tief durch, schüttelte die Melancholie ab, trug schnell ihre Lotionen und ein leichtes Make-up auf, stand dann auf und begann sich anzuziehen.
Dreißig Minuten später schloss sie die Haustür hinter sich und stieg die breiten Marmorstufen hinunter. Der maßgeschneiderte schwarze Lexus SUV wartete in der Einfahrt; das leise Schnurren des laufenden Motors war das einzige Geräusch in der stillen Morgenluft.
Sie seufzte erleichtert auf, als sie sah, dass Hayden bereits im Inneren Platz genommen hatte.
Er hasste es, wenn sie dabei zusah, wie er einstieg, obwohl das Auto so umgebaut worden war, dass es nur zwei Sitze und einen großen freien Bereich dahinter für seinen Stuhl hatte, den er über eine tragbare Rampe am Heck des Wagens erreichen konnte.
Ihr Fahrer Steve öffnete ihr mit einem herzlichen Lächeln die Hintertür. „Sie sehen heute Morgen wunderschön aus, Ma’am.“
Myla lächelte matt. „Danke, Steve.“
„Fahren wir los, Steve“, rief Hayden emotionslos dazwischen.
Sie schenkte Steve ein entschuldigendes Lächeln und stieg ein.
Hayden würdigte sie keines Blickes. Seine Augen und seine Aufmerksamkeit blieben starr auf das Tablet in seinen Händen gerichtet.
Der SUV rollte sanft aus der Einfahrt.
Myla lehnte sich in ihrem Sitz zurück und ließ ihren Blick zu ihrem Ehemann gleiten.
Er war immer noch wunderschön … nichts an dem Unfall hatte das geändert. Wenn überhaupt, hatte der Unfall ihn nur noch schärfer gemacht; er besaß jetzt diese kühle Härte, die jene stille Macht verstärkte, um die ihn Männer beneideten.
Sie hatte sogar schon zu dem Gedanken an ihn in diesem Stuhl masturbiert: wie er sie dominierte, ihr befahl, ihn genau so zu reiten, wie er es wollte.
Der Mann, den sie geheiratet hatte, hätte genau das getan. Aber dieser Hayden existierte nicht mehr.
Was übrig geblieben war, war ein kalter, verschlossener Fremder, der ihr nicht einmal mehr in die Augen sah oder Zeit mit ihr verbrachte.
Sie wandte den Kopf zum Fenster und blinzelte gegen das Brennen in ihren Augen an.
Gott weiß, sie hatte versucht, ihn zu erreichen, ihn aus seiner Selbstisolation herauszuholen. Sie hatte ihn angefleht, sich ihr zu öffnen … mit ihr zu sprechen.
Ehrlich gesagt wusste sie nicht, wie lange sie noch Teile von sich selbst verlieren konnte, während sie versuchte, alles zusammenzuhalten.
Ihre Gedanken blitzten zurück zu jenem schrecklichen, furchtbaren Tag. Der Tag, der den Körper und die Seele ihres Mannes gebrochen hatte.