Kapital Einunddreißig Als ich aus dem Bad zurückkomme, zieht Alex einen Stuhl für mich heraus – eine gentlemanlike Geste, die meine Entschlossenheit, die Dinge zwischen uns professionell zu halten, zunichtemacht. Die Kellnerin kommt mit einer kleinen Kanne grünem Tee zurück. Er gießt erst eine Tasse für mich ein, dann eine für sich selbst. Ernsthaft, er muss etwas Unhöfliches tun, und zwar bald. Sonst übernehme ich nicht die Verantwortung dafür, wenn ich mich schräg verhalte. So wie ihn direkt auf diesem Tisch trocken zu ficken. »Wie bist du auf die Idee zur VR-Haustiertherapie gekommen?«, fragt er. Ich puste auf meinen Tee – und tue so, als würde ich nicht sehen, wie er hungrig auf meine geschürzten Lippen starrt. »So schwer es auch zu glauben ist, ich bin auf einem Bauernhof auf

