Kapitel 84 – Unter der Haut

803 Worte

Die Nacht summte vor Spannung. Anna stand am Rand des Hubschrauberlandeplatzes auf dem Dach, der Wind zerrte an ihrem Mantel wie unsichtbare Finger. Unter ihr blinkte die Stadt – gleichgültig, unerbittlich. Hinter ihr hallten Alexanders Schritte, langsam und bedächtig. Sie drehte sich nicht um. „Du bist mir gefolgt.“ „Du bist verschwunden“, sagte er. „Ich hatte keine Wahl.“ Annas Blick blieb auf die Skyline gerichtet. „Man hat immer eine Wahl. Das hast du mir beigebracht.“ Schweigen breitete sich zwischen ihnen aus. Schweigen, das Unausgesprochenes enthielt – als Wahrheiten verkleidete Wunden, gebrochene Versprechen. Alexander trat näher. „Erzähl mir, was du gesehen hast.“ Dann drehte sie sich langsam um. Ihr Gesicht war undurchschaubar, doch ihre Hände zitterten an ihren Seiten. „Ic

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