In dieser Nacht konnte Caleb nicht schlafen. Sein Kopf drehte sich unaufhörlich um Fragen, auf die es keine guten Antworten gab. Warum benahm Rowan sich wie ein Monster? Warum war Lyra plötzlich so grausam? Und warum schien Arias Wolf überall Gefahr zu spüren? Er zog sich leise an und schlich aus seinem Zimmer. Das Rudelhaus war dunkel und still, doch irgendetwas stimmte nicht. Die Luft selbst wirkte schwer und falsch, als würde ein Sturm heraufziehen. Caleb war in diesem Haus aufgewachsen. Er kannte jedes knarrende Brett, jeden Schatten, jedes alltägliche Geräusch. Aber heute Nacht fühlte sich nichts vertraut an. Er ging den Hauptflur entlang, seine nackten Füße machten keinen Laut auf dem kalten Steinboden. Seine Wolfsinstinkte waren hellwach und registrierten Gerüche und Geräusche,

