Kapitel 81: Gelübde unter dem Geistermond

1180 Worte

Der Himmel war ein Schleier aus Silber. Mondlicht floss wie Seide über das Mondsteinsanktum und strich mit sanftem Glanz über die verwundete Erde. Die Luft war still – nicht vor Spannung, sondern vor Ehrfurcht. Zum ersten Mal schien die Welt auszuatmen, wenn auch nur für einen Herzschlag. Aria stand allein unter dem zerbrochenen Bogen der östlichen Mauer des Sanktums, ihr Geist vibrierte vor Erschöpfung und Staunen. Sie lebte. Der Krieg war noch nicht vorbei, aber er war gewonnen – vorerst. Doch Überleben fühlte sich hohl an ohne jene, die es wert waren, dafür zu kämpfen. Hinter ihr näherten sich Schritte, leicht, aber vertraut. Sie musste sich nicht umdrehen, um zu wissen, wer es war. „Du solltest dich ausruhen“, murmelte sie, ein Lächeln spielte an ihren Lippen. Caleb blieb neben i

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