KAPITEL 31

2459 Worte

Der Mond schrumpfte zu einer schmalen Sichel, als Calen sie fand. Selene kauerte hinter dem Geräteschuppen, die Finger in den kalten Boden gepresst, und plante ihre nächsten Schritte mit der Präzision einer Person, die spürte, wie die Zeit ihr die Kehle zuschnürte. Jede Minute zählte jetzt. Jedes Flüstern im Rudel hatte eine schärfere Bedeutung. Jeder Schritt im Lager des Roten Mondes fühlte sich wie ein Countdown an. Calen näherte sich leise, doch sie spürte ihn, noch bevor er sprach – ihr Wolf nahm die subtile Veränderung der Luft wahr, das leiseste Knirschen des Kieses. Sie drehte sich nicht um. „Dir läuft die Zeit davon“, murmelte er. „Ich weiß.“ Doch die Art, wie er es sagte, veränderte etwas in ihr. Nicht nur eine Warnung – ein Urteil. Calen hockte sich neben sie und drückte ihr e

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