Kapitel 30

2820 Worte

Der Morgen breitete sich sanft und perlmuttartig aus, ein dünner Schleier der Dämmerung hing noch über dem Rudelgelände. Selene schritt mit ihrer gewohnten Ruhe durch den Hof und trug einen frischen Wäschekorb. Ihre Schritte waren bedächtig, ihr Gesichtsausdruck undurchschaubar – obwohl ihr Wolf nach der Begegnung mit Ethan in der vergangenen Nacht noch immer unruhig auf und ab ging. Jeder Atemzug schmeckte noch ein wenig nach ihm. Jeder Ausatemzug trug noch die Erinnerung an seine Nähe in sich. Es war absurd. Gefährlich. Suchtartig. Aber Selene konnte gut ausblenden. Sie musste es können – das Überleben verlangte es. Sie bog um die letzte Ecke zur Haupthalle … und spürte es sofort. Eine Veränderung. Eine Spannung, die wie statische Aufladung in der Luft lag. Ein Schwarm Blicke, de

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