Selene schloss die Schublade, verriegelte das Schloss und bewegte sich blitzschnell. Sie huschte hinter das hohe Bücherregal am Fenster und zwängte sich in den schmalen Spalt, wo die Schatten sie ganz verschluckten. Der Türknauf drehte sich. Ein leises Klicken. Ethan trat ein. Und die Luft veränderte sich – als hätte der Raum seinen Besitzer erkannt. Seine Präsenz erfüllte den Raum, gebieterisch und mühelos. Sein Duft strömte in ihre Lungen, bevor sie es verhindern konnte, bevor sie sich erinnern konnte, wer sie eigentlich sein sollte. Er wirkte angespannt. Aufmerksam. Gefährlich wachsam. Selene presste ihren Rücken gegen die Wand und zwang sich zum Schweigen. Ethan durchquerte den Raum, seine Stiefel klangen leise auf dem Teppich. Er blieb am Schreibtisch stehen. Seine Finger st

