Kapitel 127

1231 Worte

Das Arbeitszimmer lag in Schatten gehüllt, das spätnachmittägliche Licht drang nur schwach durch die schmalen Fenster. Kerzen brannten niedrig, ihr Wachs sammelte sich in Pfützen an den Sockeln, während dünne Rauchfäden aus der Schale mit zerstoßenem Salbei und Eisenfeilspänen in der Mitte des Schreibtischs aufstiegen. Die Luft war d**k vom Duft verbrannter Kräuter und altem Pergament, und das schwache Summen von Magie vibrierte durch die Bodendielen wie ein unruhiger Puls. Lyon saß am Schreibtisch, über eine Auswahl halb aufgerollter Schriftrollen und runenmarkierter Steine gebeugt. Seine Finger bewegten sich in langsamen, methodischen Kreisen, zeichneten Sigille auf das abgenutzte Holz, während er eine leise Beschwörung vor sich hin murmelte. Die Magie war dünn – flackernd wie eine Kerz

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