KAPITEL NEUNUNDZWANZIG Gwendolyn ging staunend durch das Tal der gefangenen Seelen, ein endloses Labyrinth gefrorener Körper, dicht gefolgt von Alistair, Steffen und Aberthol und Krohn, der zu ihren Füssen knurrte. Alle waren zum Zerreißen angespannt. Es war die gespenstischste und einsamste Landschaft die Gwen jemals betreten hatte. Alls fünf Meter wuchs ein Eiskokon aus dem Boden, jeder von ihnen etwa drei Meter hoch und gerade breit genug, um einen Körper zu beherbergen. Sie waren durchsichtig, und im Inneren konnte Gwen einen gefrorenen Körper sehen, der sie mit einem Ausdruck unerträglichen Leids auf dem Gesicht anstarrte. „Was ist das nur für ein Ort?“, fragte Steffen. „Das sind alles gefangene Seelen“, bemerkte Aberthol. „Sie sind dazu verdammt, den Rest ihrer Tage hier zu friste

