KAPITEL 49 : Der Vorabend 2

1032 Worte

– Warum bist du dann gekommen? – Weil ich dich sehen wollte. Mit dir sprechen. Vor morgen. Er kommt näher, setzt sich auf den Rand meines Bettes. Ich spüre seine Wärme, seinen Geruch. Eine Mischung aus Weihrauch, Leder, leichter Schweiß, etwas anderem, Unbestimmbarem, das er ist. Das Bett knarrt unter seinem Gewicht. – Was willst du mir sagen? Er sieht mich lange an. Seine hellen Augen wandern über mein Gesicht, bleiben auf meinen Lippen, meinen Augen, meinem wirren Haar hängen. – Dass es morgen heftig sein wird. Sehr heftig. Mehr als alles, was du je erlebt hast. Mehr als die erste Nacht, mehr als die zweite. Mehr als alles, was du dir vorstellen konntest. – Ich habe nicht viel erlebt. Ich habe nicht viel gelebt. Mein Leben davor war Leere und Langeweile. – Ich weiß. Deshalb haben

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