DER GEHEIMKULT PROLOG Die Einladung ELSA Als ich den Umschlag zum ersten Mal sah, hielt ich ihn für ein Versehen. Es war ein Dienstag im November, einer dieser grauen Tage, an denen Paris wie eine verblasste Postkarte wirkt. Ich kam von der Arbeit zurück, müde ohne Grund, wie immer. Meine Schritte hallten im Treppenhaus meines Gebäudes im elften Bezirk wider, dieser Treppe, die ich seit zwei Jahren hinaufstieg, ohne jemals wirklich die Wände, die Stufen, die Türen zu betrachten. Nur ein mechanischer Weg zwischen der Straße und meiner Wohnung. Sie lag dort, unter meiner Tür durchgeschoben. Dickes, cremefarbenes Papier, das eher das Licht zu schlucken als zu reflektieren schien. Mein Name in Handschrift, einer altmodischen, fast kalligrafischen Schrift, mit Auf- und Abstrichen, wie ma

