Die Stille im Tal der stillen Winde war jetzt ein lebendiges Wesen. Sie atmete mit den Menschen, die dort lebten, sie sang mit dem Wasser, sie flüsterte durch die Blätter der uralten Bäume. Aeloria war vierzig geworden. Ihre Haare fielen in silbernen Strähnen über ihre Schultern, doch ihre Augen strahlten noch immer das tiefe Gold, das einst nur Luna gehört hatte. Sie trug den silbernen Ring jetzt an ihrer rechten Hand. Er passte perfekt, als hätte das Tal ihn für sie neu geformt. Das blaue Licht, das durch ihre Adern floss, war sanfter geworden, weniger grell, mehr wie ein warmer Schein, der in der Dämmerung am längsten blieb. Das Tal hatte sich weiter verändert. Es war kein einzelnes Dorf mehr. Es war ein Netz aus Siedlungen, die sich wie Perlen an einer Schnur den Hängen entlangzogen.

