Kapitel 15

2034 Worte

Die Zeit im Tal der stillen Winde kannte keine Eile mehr. Sie floss wie das Wasser des großen Teichs, tief und gleichmäßig, ohne dass jemand sie messen musste. Luna war dreißig geworden, doch ihr Gesicht zeigte kaum Falten. Das blaue Licht, das sie trug, hielt die Jahre sanft zurück, als wollte es ihr mehr Zeit schenken, um alles zu sehen, zu hören, zu fühlen. Ihre Haare fielen in langen, dunklen Wellen bis zur Taille. Ihre Augen hatten jetzt einen goldenen Rand, der im Sonnenlicht leuchtete wie der Saum eines alten Pergaments. Sie hatte drei Kinder. Die Älteste hieß Aeloria, ein Mädchen mit dem gleichen ruhigen Blick wie Phoebe. Dann kam Rowan, ein Junge, der lachte wie George und rannte wie der Wind über die Wiesen. Die Jüngste war Serin, still und neugierig, mit Haaren, die im Licht sc

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