Kapitel 14

1782 Worte

Die Stille im Tal der stillen Winde hatte sich verändert. Sie war nicht mehr nur friedlich. Sie war wach. Sie beobachtete. Sie wartete. Luna war achtzehn geworden, und mit ihrem Alter schien das Tal selbst ein neues Bewusstsein zu entwickeln. Die Quellen sprudelten klarer. Die Bäume trugen Früchte, die süßer schmeckten als je zuvor. Das blaue Licht, das einst nur in Phoebe und dann in Luna pulsierte, wanderte jetzt durch das gesamte Tal wie ein lebendiger Fluss. Es floss in die Wurzeln, in die Steine, in die Herzen aller, die dort lebten. Luna stand oft allein am großen Teich. Sie trug keinen Schmuck außer dem silbernen Ring, den Phoebe ihr an ihrem achtzehnten Geburtstag gegeben hatte. Der Ring passte perfekt. Er leuchtete sanft, wenn sie traurig war, und strahlte hell, wenn sie lachte.

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