Die Jahre im Tal der stillen Winde rollten weiter wie sanfte Wellen auf einem stillen See. Luna wuchs heran, nicht nur im Körper, sondern in einer Weise, die das Tal selbst zu spüren schien. Mit vier Jahren sprach sie bereits in vollen Sätzen, die manchmal klangen, als kämen sie aus einer älteren Zeit. Sie fragte Dinge, die Erwachsene zum Nachdenken brachten. Warum singt das Wasser traurig, wenn jemand lügt? Warum leuchtet der Ring heller, wenn Mama weint? Warum träumen die Bäume von Schnee, obwohl sie nie welchen gesehen haben? Phoebe antwortete so ehrlich wie möglich. Manchmal wusste sie die Antwort nicht. Dann sagte sie es einfach. „Ich weiß es nicht, mein Stern. Aber wir können zusammen fragen.“ Und Luna nickte ernst, als wäre das die wichtigste Lektion von allen. George beobachtete

