Der Nachmittag war unerträglich gewesen. Lori hatte alles versucht. Sie hatte versucht zu lesen – die Wörter verschwammen auf der Seite, bedeutungslos. Sie hatte versucht zu lernen – ihre Notizen hätten genauso gut in einer Fremdsprache geschrieben sein können. Sie hatte sinnlose Spiele auf ihrem Handy gespielt, bis ihr die Daumen wehtaten, dann einen Film gestartet, den sie schon ein Dutzend Mal gesehen hatte, und ihn schließlich nach der Hälfte abgebrochen, als ihr klar wurde, dass sie keine einzige Szene mitbekommen hatte. Nichts funktionierte. Die Anspannung brachte sie fast um. Sie lief in ihrem kleinen Zimmer auf und ab, ihre nackten Füße schabten über den Holzboden. Hin und her. Hin und her. Ihre Wölfin, Layla, lief mit ihr auf und ab – ein ruheloser Schatten in einer Ecke ihres

