Kapitel 4

820 Worte
„Hör dir das an, so rechtschaffen und selbstbewusst!“ Hazel fand das alles extrem lächerlich. Sie hatte immer gedacht, Maurice sei jemand, der hoch über den Wolken schwebt, sein Image pflegt und es verschmäht, sich auf schmutzige Beziehungsspiele einzulassen. Und doch... ließ er still und heimlich eine Bombe platzen. Nicht nur, dass er die andere Frau ins Haus holte, er hatte sogar ein Kind mit ihr. Hazel wurde schlagartig nüchtern; die letzten Reste von Traurigkeit in ihrem Herzen lösten sich wie Rauch auf. „Das gilt also als Untreue innerhalb der Ehe?“ Bevor Maurice den Mund öffnen konnte, drängte sich Bella ungeduldig dazwischen, die Augen voller zurückgehaltener Tränen: „Fräulein Hazel, es ist alles meine Schuld. Wenn Sie jemanden schlagen oder beschimpfen wollen, lassen Sie es an mir aus...“ Führte diese Frau hier etwa eine filmreife Performance auf? Sie war verdammt gut darin, die unschuldige Lotusblüte zu spielen. „Ach ja?“ Hazel hob sofort den Arm hoch, bereit für eine Ohrfeige. Bella stieß ein kleines „Ah“ aus und versteckte sich nervös hinter Maurice. „Bist du nicht diejenige, die um Schläge oder Beschimpfungen gebeten hat? Warum versteckst du dich dann?“ Hazel strich sich einfach ihr loses Haar zurück und sagte mit einem Lächeln, das ihre Augen nicht erreichte: „Sei nicht so dramatisch. Ich bin eine zivilisierte Person; ich kann den Part der betrogenen Ehefrau, die die Geliebte physisch konfrontiert, nicht spielen.“ „Wenn ihr euch wirklich liebt, werde ich dich nicht nur nicht angreifen, ich werde euch sogar alles Gute wünschen!“ „Was... was?“ Diese unerwartete Art ließ Bella völlig fassungslos zurück. Ihr vorbereitetes „Trauerspiel“ schien nun völlig fehl am Platz. Es schien, als ob die Gerüchte tatsächlich wahr wären: Maurice und Hazel waren nur ein Vertragspaar ohne echte Zuneigung. Welche Ehefrau könnte sonst einer Geliebten mit einer solchen lockeren Nonchalance begegnen? Gleich darauf fuhr Hazel fort: „Da dies jedoch ein Fall von Untreue innerhalb der Ehe ist, glaube ich, dass wir die im Scheidungsvertrag festgelegte Gütertrennung neu verhandeln müssen.“ Als Bella hörte, dass Hazel Eigentumsfragen ansprach, war sie zu besorgt, um ihre unschuldige Masche aufrechtzuerhalten, und entgegnete wütend: „Maurice hat dir bereits vier Milliarden und ein erstklassiges Duplex im Long-Beach-Viertel gegeben! Er war großzügig genug. Ganz zu schweigen davon, dass die Familie Stone in den letzten Jahren erhebliche Verluste erlitten hat, um das Chaos der Familie Jones zu beseitigen. Man sollte nicht zu gierig sein...“ Hazel brach bei Bellas ängstlicher Erwiderung fast in Lachen aus und feuerte zurück: „Oh? Hier stehe ich, die rechtmäßige Ehefrau, die ihren Platz noch nicht geräumt hat, und du, die Geliebte, führst dich bereits wie die Herrin des Hauses auf – zu Tode erschrocken, dass das Geld deines Liebhabers weggenommen wird. Wer ist hier eigentlich gierig?“ Wie geohrfeigt lief Bella rot und weiß an und stammelte: „Ich... ich meinte das nicht so...“ Maurice jedoch blieb ungerührt, sein Blick tief und bedrückend, während er Hazel fixierte und kühl forderte: „Fahr fort.“ Hazel hielt seinem erstickenden Starren stand und erklärte schlicht ihre Forderungen. „Ich will weder deine vier Milliarden noch irgendein Duplex. Dir gehört eine Anwaltskanzlei namens Stone Law Firm. Übertrage mir deren Eigentum.“ „Stone Law Firm?“ Maurice runzelte leicht die Stirn und versuchte sich zu erinnern. Die Familie Stone, eine der acht führenden Familien in Steeze, besaß unzählige Unternehmen. Eine unbedeutende Anwaltskanzlei hinterließ natürlich keinen bleibenden Eindruck bei ihm. Er erinnerte sich jedoch vage daran, dass es eine Kanzlei gab, die speziell die juristischen Angelegenheiten der Stones abwickelte. Es war so etwas wie ein Altersheim für eine Horde wertloser Faulpelze, die dort lediglich ihre Zeit absaßen und von den Ressourcen lebten. Sie war völlig wertlos. Diese Frau ignorierte vier Milliarden in bar und verlangte stattdessen nach einem unprofitablen Objekt – was um alles in der Welt dachte sie sich dabei? Unbewusst wurde sein Blick auf Hazel forschender. Nachdem er sie ein paar Tage nicht gesehen hatte, schien sie sich verändert zu haben... ganz gewaltig! „Das ist meine einzige Forderung. Sobald der Scheidungsvertrag geändert ist, gebe ich ihn dir zur Unterschrift... Es wird spät, belassen wir es für heute dabei!“ „Außerdem wünsche ich dir und Bella, dass ihr bald ein Kind bekommt.“ Hazel hob das Kinn, ihr Gesicht strahlte vor Vergnügen, als hätte sie gerade einen Riesen-Deal abgeschlossen. Das Sinnbild nonchalanter Selbstgefälligkeit. Bedauerlicherweise hielt ihr lässiges Auftreten nur eine Sekunde an, bevor das Unheil seinen Lauf nahm. Ihr wurde schwindelig, ihr Kopf fühlte sich schwer an, und als sie sich umdrehte, verschlang Dunkelheit ihre Sicht. Mit einem schweren Knall fiel sie zu Boden... Hazel certainly knows how to negotiate! Trading cash for a "worthless" business usually means she knows something Maurice doesn't. Since she's fainted right in front of him, things are bound to get complicated. Would you like me to translate Chapter 5?
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