Kapitel 21 Gegenwart, Ort unbekannt »Das hätte nicht passieren dürfen«, sage ich, und mein Gesicht brennt bei der Erinnerung an jenen Abend. Alexej zieht die Augenbrauen hoch. »Was genau? Dass du so getan hast, als täte es dir das mit meiner Schwester so unglaublich leid, obwohl du wusstest, dass du und deine Brüder ihren Sohn stehlen wolltet? Oder dass wir …« »Ich habe nicht nur so getan.« Das Geständnis hängt zwischen uns, in der angespannten Atmosphäre wie ein zerbrochenes Blatt in einem Spinnennetz. Ich weiß nicht, warum ich das gesagt habe. Warum sollte es mich interessieren, was er über meine Beweggründe denkt? Wenn überhaupt, ist es besser, wenn er glaubt, dass Hass und nur Hass mich antreibt. Was auch der Fall ist. Das muss es sein. Was macht es, wenn es sich in dem kurzen Mom

