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DER MANN, DEN SIE LEBENDIG BEGRABEN HABEN

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DER MANN, DEN SIE LEBENDIG BEGRABEN HABEN Von Mani Mayox Ethan Blackwood gab alles für die Frau, die er liebte. Er verließ das Familienunternehmen, verzichtete auf Reichtum und Macht und entschied sich dafür, ein Leben mit ihr zu führen. Er glaubte, sie sei diejenige, mit der er für immer zusammenbleiben würde. Es stellte sich heraus, dass diese Liebe eine Täuschung war. Am Abend ihres Jahrestags stand die Frau, der er vertraut hatte, mit tränenfeuchten Augen vor ihm. Um ihn herum standen Männer mit Waffen. Sie sagte: „Hast du wirklich geglaubt, ich würde dich lieben?“ Dann fiel ein Schuss. Danach wurde alles schwarz. Nach dieser Nacht glaubten alle, Ethan Blackwood sei tot.Drei Jahre später kehrte der Mann zurück, der eigentlich tot sein sollte.Ethan Blackwood war nicht mehr der schwache Mann, der betrogen worden war.Er war zu einem gefährlicheren Menschen geworden. Kalt, grausam und mächtig genug, um jedem wehzutun, der ihm Unrecht getan hatte. Als die Menschen, die gegen ihn waren, zu fallen begannen, kamen Geheimnisse ans Licht, die lange Zeit verborgen geblieben waren.Die Menschen, die ihm wehgetan hatten, hatten ihn eine Zeit lang belogen, und diejenigen, die ihn leiden ließen, waren vielleicht nur kleine Figuren in einem größeren Spiel. In einer Welt, in der Menschen käuflich sind und Liebe tödlich sein kann, will Ethan Blackwood nur eines:Rache.Was, wenn Rache sein Herz zu brechen beginnt?Der Mann, den sie für tot hielten, ist jetzt da.Diesmal ist er derjenige, der Menschen begräbt.

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DIE NACHT, IN DER ICH STARB
Blut. Überall war Blut. Warmes Blut lief mir über das Gesicht. Es tropfte von meinem Kinn auf den kalten Boden unter meinen Knien. Tropf. Tropf. Tropf. Ich starrte ausdruckslos auf die Flecken, die sich unter mir ausbreiteten. Mein Atem ging schwer und unregelmäßig. Irgendetwas stimmte nicht. Meine Brust tat weh. Nein. Alles tat weh. Mein Blick verschwamm, als ich langsam den Kopf hob. Fünf Männer standen um mich herum. Sie trugen Anzüge. Schwarze Handschuhe. Schwarze Waffen. Der Regen prasselte heftig um uns herum nieder. Er schlug laut auf das Dach. Ich kannte diese Gesichter. Ich vertraute diesen Gesichtern. Sie arbeiteten für mich. Meine Männer. Das taten sie früher. Ich lachte schwach. Der Ton kam gebrochen heraus. Es klang erbärmlich. „Was zum Teufel ist hier los?“, fragte ich. Niemand antwortete. Nicht eine einzige Person sah mich an. Ihre Köpfe waren gesenkt. Sie wichen meinem Blick aus. Plötzlich kroch Angst in meine Brust. Etwas stimmte nicht. Es stimmte überhaupt nicht. Dann hörte ich Schritte. Klick. Klick. Klick. Mein Herz setzte einen Schlag aus. Nein. Nein... Bitte nicht. Ich kannte diese Absätze. Ich kannte dieses Geräusch. Langsam drehte ich mich um. Da stand sie. Isabella. Meine Frau. Ihr schwarzes Kleid wehte im Wind. Haarsträhnen klebten an ihrem Gesicht. Sie sah wunderschön aus. Gott. Sie sah wunderschön aus. Irgendetwas an ihren Augen fühlte sich falsch an. Sie fühlten sich kalt an. Leer. Als würde ich eine Fremde anstarren, die das Gesicht meiner Frau trug. Ich versuchte zu lächeln. „Bella…“ Meine Stimme brach. „Was machst du hier?“ Es herrschte Stille. Sie starrte mich nur an. Regenwasser lief ihr über das Gesicht. Vielleicht waren es Tränen. Ich wollte, dass es Tränen waren. Bitte lass es Tränen sein. Ich versuchte aufzustehen … Schmerz schoss durch meine Rippen. Ich sank wieder auf die Knie. „Was ist passiert?“, fragte ich schwach. „Ich verstehe das nicht.“ Es herrschte immer noch Stille. Dann hallten weitere Schritte hinter ihr wider. Ein Mann trat hervor. Meine Augen weiteten sich. Lucas. Mein bester Freund. Seit fünfzehn Jahren. Fünfzehn Jahre. Er steckte die Hände in die Taschen. Lächelte mich an. Lächelte. Ich starrte ihn an. Dann Isabella. Dann wieder zu ihm. Plötzlich sank mir das Herz in die Hose. Nein. Das kann nicht sein. Das kann nicht sein. Ich lachte. Weil mein Verstand sich weigerte, zu akzeptieren, was meine Augen sahen. „Das ist nicht lustig.“ Niemand lachte. Der Regen fiel weiter. Meine Brust zog sich zusammen. Ich sah Isabella wieder an. „Baby…“, flüsterte ich. „Sprich mit mir.“ Endlich bewegte sie sich. Langsam. Sie ging auf mich zu. Ein Schritt. Zwei Schritte. Drei. Dann hockte sie sich vor mich hin. Ihre Finger berührten meine Wange. Sie waren warm. Sanft. Genau so, wie sie mich immer berührt hatte. Ich schloss für einen Moment die Augen. Lehnte mich an ihre Hand. Vielleicht dachte ich zu viel darüber nach. Vielleicht – „Hast du wirklich geglaubt, ich hätte dich geliebt?“ Meine Augen flogen auf. Alles in mir erstarrte. „Was?“ Sie lächelte. Es war nicht ihr Lächeln. Es war nicht das Lächeln, das ich kannte. Dieses hier fühlte sich böse an. „Ich habe gefragt, ob du wirklich geglaubt hast, ich hätte dich geheiratet, weil ich dich liebe.“ Mein Herz hörte auf zu schlagen. Ich starrte sie an. Ich konnte nicht atmen. Konnte nicht denken. Ich konnte mich nicht bewegen. Lucas brach hinter uns in Gelächter aus. „Du solltest jetzt mal dein Gesicht sehen“, sagte er zwischen zwei Lachsalven. Ich sah ihn an. Dann wieder Isabella. „Nein…“ flüsterte ich. „Nein… Hör auf mit den Witzen.“ Bitte. Bitte lach. Sag mir, dass das ein Scherz ist. Bitte. Isabella stand auf. Dann streckte sie ihre Hand aus. Einer der Männer reichte ihr sofort eine Waffe. Meine Welt zerbrach. Sie richtete sie auf mich. Direkt auf meinen Kopf. Ich starrte auf die Waffe. Dann in ihr Gesicht. Dann auf den Ring an ihrem Finger. Den Ehering, den ich ihr gekauft hatte. Den, von dem sie einmal gesagt hatte, sie würde ihn niemals abnehmen. Ich sah ihr wieder in die Augen. „Warum?“ Sie neigte den Kopf. Dann lächelte sie. „Weil Tote keine Imperien erben.“ Mein Herz setzte einen Schlag aus. Erbschaft? Imperium? Was – PANG. Schmerz explodierte in meiner Brust. Meine Augen weiteten sich. Ich blickte langsam nach unten. Blut. Viel Blut. Ich berührte meine Brust. Meine Finger waren rot. Dann blickte ich einmal zu Isabella auf. Ich sah etwas, das mir mehr Angst machte als die Kugel. Sie lächelte. Sie lächelte, während sie mir beim Sterben zusah. Die Dunkelheit verschlang mich. Das Letzte, was ich hörte, war Lucas’ Stimme. „Werft ihn ins Meer.“ Dann … nichts.

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