VIER
TAINO, ST. MARCOS, US-JUNGFERNINSELN
20. April 2013
Ich legte das Handy weg, atmete zittrig ein und überlegte, ob ich etwa im Erwachsenenalter Asthma entwickelte. Warum fiel mir das Atmen so schwer? Ich beobachtete auf der Digitaluhr des Armaturenbretts, wie die Minuten verrannen. Die Zeit schleppte sich dahin. Das Atmen wurde nicht leichter. Ich saß weiter im Dunkeln herum.
Klopf, klopf, klopf. Ein Geräusch neben meinem linken Ohr am Fenster.
Natürlich. Das hatte ich erwartet. Aber als ich hinausspähte, wartete eine große Überraschung auf mich.
Ein aufgedunsenes, schwarzes Gesicht starrte mich aus ein paar Zentimetern Entfernung an. Ein nicht besonders attraktives, männliches Gesicht, aber eines, das ich gut kannte. Es war der Polizeibeamte Darren Jacoby, ein Langzeit-Verehrer von Ava und kein Kurzzeit-Verehrer von mir, hinter ihm dräute die karibische Version von Ichabod Crane. Jacoby machte mit der Hand kreisende Bewegungen, eine Pantomime für die altmodische Art, ein Autofenster herunterzukurbeln. Ich drehte den Schlüssel zur Hälfte im Zündschloss und drückte auf den Knopf für das Fenster.
„Ich suche Bart“, sagte Jacoby.
„Hier ist er nicht.“
„Kannst du ihm etwas ausrichten?“
Ichabod zog seinen Hosenbund hoch und glättete das Hemd über seinem Bauch.
„Wenn ich ihn sehe, ja.“
„Bist du nicht mehr mit ihm zusammen?“
„Nicht wirklich.“
Jacoby nickte, als ob ich etwas Schlaues von mir gegeben hätte. Dann ging er weg. Ichabod drehte sich um und folgte ihm. Ich ließ das Fenster wieder hochfahren.
Das Ganze hatte etwas Seltsames, es war hart an der Grenze zu furchterregend. Meinem Atemproblem hatte das nicht geholfen. Ich legte den Kopf in die Hände.
Klopf, klopf, klopf.
Nicht schon wieder. Ich sah hoch, um Jacoby ein Zeichen zu geben, dass alles okay war und sah das Gesicht, das ich beim ersten Mal erwartet hatte.
„Lässt du mich einsteigen?“, fragte Nick.
Seine Frage bewirkte, dass ich von am Boden zerstört auf Wut umschaltete. Ich ließ den Pickup an und drückte wieder auf den Knopf für das Fenster. Es begann, sich zu senken. Durch den sich langsam vergrößernden Spalt brüllte ich hinaus:
„Glaubst du vielleicht, du kannst einfach in mein Auto hopsen, wenn du mich monatelang behandelt hast, als existiere ich nicht? Und jetzt tauchst du da auf, wo ich wohne, arbeite und mir ein Leben aufgebaut habe, als ob ich gleich einen Begrüßungsteppich für dich ausrollen soll. Ich habe an dich schon meine Freundschaft und Selbstachtung weggeschmissen. Was willst du denn noch, Nick?”
Ich schlug mit dem Kopf einmal, zweimal auf das Lenkrad, dann wandte ich mich wieder an ihn. „Ach was, wem mache ich denn was vor? Ich habe dir mein Herz geschenkt, du Arschloch. Wie wär’s mit meiner Brieftasche? Oder willst du mir lieber einen Arm abhacken?“
Ich brüllte eigentlich weniger, eher bohrte ich meine Worte schrill in die dumpfe Nachtluft hinein, und dann konnte ich nicht mehr durchatmen. Ich versuchte es – ich keuchte – ich stieß Sauerstoff aus, um für mehr Sauerstoff Platz zu machen, aber ich konnte nicht einatmen.
Nick sagte etwas, aber über meinem Ohrensausen konnte ich ihn nicht hören. Ich drehte die Klimaanlage voll auf, richtete sie auf mein Gesicht und spürte, wie mich die warme Luft kühlte, als sie auf meinen Schweiß blies. Nach ein paar Sekunden konnte ich einen tiefen, unregelmäßigen Atemzug nehmen. Sobald ich etwas Luft in meine Lungen sog, schluchzte ich sie wieder hinaus. Immer und immer wieder.
Ich wedelte mit der Hand in Nicks Richtung, der immer noch redete. „Hau ab. Geh wieder zurück nach Texas. Ich will nichts mit dir zu tun haben. Ich will nicht mit dir befreundet sein oder so tun, als wäre ich nett zu dir. Hau einfach ab.“
Ich machte scheuchende Bewegungen und Nicks Hand griff nach meiner, sein schwieliger Griff war kräftig, aber gleichzeitig sanft. Die Hände eines richtigen Mannes, hätte mein Vater gesagt. Nick streckte seinen Kopf in den Laster.
„Katie, hör mir zu. Es tut mir leid“, sagte er, aber ich schnitt ihm das Wort ab.
„Was tut dir leid? Dass du das Geld für den Flug umsonst ausgegeben hast?”
„Um Himmels willen, nein. Aber ich habe nur achtundvierzig Stunden bis zu meinem Abflug. Lässt du mich die ganze Zeit hier stehen, oder könntest du mich vielleicht reinlassen, dann kannst du mich aus nächster Nähe anbrüllen?“
Achtundvierzig Stunden?
Scheiße.
Ich wollte nicht mit ihm reden. Ich wollte ihm zuerst den Kopf abreißen, aber danach wollte ich hören, was er zu sagen hatte. Mein Schluchzen wurde zu einem Schniefen. Ein Auto fuhr langsam an uns vorbei auf den Parkplatz. Na toll. Wahrscheinlich sah ich aus wie die besoffene Königin vom Abschlussball, die mit ihrem Date stritt.
„Darf ich bitte zu dir ins Auto steigen?“, drängte er, als ein schwarzer Pathfinder abrupt neben mir abbremste und den letzten Meter dahinschlitterte.
Oh ja, dieses Auto kannte ich. Und der Fahrer war jemand, der jetzt gleich sehr sauer auf mich sein würde. Eine Tür schlug zu. Füße knirschten auf dem Kies. Aber nicht Bart erschien an meinem Fenster.
Ava tauchte neben Nick auf; sie sah unglaublich avamäßig aus: rotes Stretch-Kleid mit Ärmeln, die die Schultern freiließen, wallende, schwarze Haare, die hinter ihr im Nachtwind wogten. Ava, die ich angeblich von meinem Laster aus angerufen hatte. Oh je.
„Hör zu, Frau, da drüben ist ein wütender Mann, der war bei mir und hat mich geholt.“ Sie stieß mit dem Zeigefinger in Nicks Richtung. „Ist das der, auf den du angeblich nicht stehen darfst?“
Ich bereute auf der Stelle, dass ich die ganze Nick-Story vor meinem neuen Freund ausgekotzt hatte. Das war eigentlich nichts, was er hören sollte, aber egal. „Richtig“, sagte ich.
„Hab ich mir gedacht“, sagte sie. „Ich denke, der in meinem Auto erwartet, dass du dich ganz schnell zwischen den zwei entscheidest.“ Sie redete Slang, das englische ‚th‘ wurde zu ‚t‘ oder ‚d‘.
„Da hat er dich hergeschickt, anstatt selber zu kommen?“ Hitze stieg mir ins Gesicht und breitete sich über meine Wangenknochen aus.
Ava zuckte mit den Achseln und hatte den Anstand, kleinlaut auszusehen. Aber ich regte mich nicht über Ava auf. Mir fiel Barts alkoholgeschwängerter Atem von vorhin ein und ich fügte das zu seiner neuesten Missetat hinzu. Ich schob den Schalthebelvor, knallte ihn auf „Drive“, ließ aber den Fuß auf der Bremse.
„Sag ihm, dass er es mir gerade sehr einfach gemacht hat“, sagte ich zu ihr. Ich entriegelte die Türen. „Steig ein“, sagte ich zu Nick. Nur weil ich ihn hereinließ hieß das ja nicht, dass ich damit fertig war, ihn zur Sau zu machen.
Ava stieg wieder in Barts Pathfinder. Nick ging um mein Auto herum und kletterte auf den Beifahrersitz. Ich trat hart aufs Gas und genoss das Gefühl, wie meine großen Reifen Steine einen halben Meter hoch in die Luft wirbelten. Ich hoffte nur, dass ein paar davon etwas Großes, Glänzendes auf vier Rädern treffen würden.
„Bilde dir bloß nichts ein“, sagte ich zu Nick. „Ich habe nur eine Wut auf ihn.“
Er antwortete nicht, sondern zog den Gurt über seinen Körper und ließ ihn einrasten. Ich drehte das Lenkrad hart nach links, bremste bei der Parkplatzausfahrt kaum ab. Dann rammte ich das Gaspedal bis auf dem Boden durch und ein enormer Druck, von dem ich nicht gewusst hatte, dass er auf mir lastete, löste sich, stieg aus meinem Kopf in luftige Höhen und dann war er verschwunden.
Toll. Was war das denn?
„Wohin fahren wir?“, fragte Nick. Er beugte sich zu mir und seine dunklen Augen bohrten sich in meine.
„Angst?“, fragte ich ihn.
„Nein, neugierig.“
Ich legte beide Hände in Position zehn und zwei aufs Steuer und trommelte mit den Fingern meiner rechten Hand aufs Lenkrad. Tief in meinem Inneren begann es zu kribbeln. Aufregung. Etwas, was ich nicht mehr gespürt hatte, seit ich mich das letzte Mal in Nicks persönlichem Bereich befunden hatte. Eins war mir klar: Ich musste mich beeilen, wenn ich den Hauch einer Chance haben wollte, ihn weiterhin zur Schnecke zu machen. Ich fuhr weiter.
Wir fuhren über den Kamm von Mabry Hill, dem höchsten Punkt auf der Mitte der Insel, ich tippte nicht mal auf die Bremse, als wir die Fahrtrichtung änderten und die steile Abfahrt hinunterbretterten. Ich fühlte mich auf verrückte Art lebendig. Als wir uns der ersten Kurve näherten, bremste ich den Laster zu einem fast vernünftigen Tempo ab und warf Nick einen verstohlenen Blick zu. Er starrte mich immer noch an.
„Was ist?“, fragte ich.
„Ich warte darauf, dass du meine Frage beantwortest.“
Wir umrundeten die Kurve und vor uns breitete sich im strahlenden Mondlicht das Karibische Meer aus. Der Mond verwandelte den Nachthimmel von Schwarz in Samtblau. Die Bäume an beiden Straßenseiten erschienen in diesem Licht geisterhaft, aber an ihren Silhouetten erkannte ich sie. Ein stattlicher Baumwollbaum. Eine Gruppe riesiger Mahagonibäume. Die spinnenartigen Äste eines Flammenbaums und der täuschend glatt aussehende Weißgummibaum, auch Touristenbaum genannt, dessen Borke sich tagsüber wie bei einem Sonnenbrand abschälte.
„Wir fahren zu meinem Haus“, sagte ich.
„Das, wo du wohnst oder das du gekauft hast?“
„Emily hat aber auch gar nichts ausgelassen. Nein, wir fahren nicht zu Ava.“ Dort wohnte ich, bis mein Bauunternehmer die Arbeiten an Annalise beendet hatte. Crazy Grove hatte versprochen, dass ich noch vor Sommeranfang einziehen könnte und es sah so aus, als würde er es knapp schaffen.
„Em hat mir von deinem Freund erzählt“, bohrte Nick weiter,
Ex-Freund, was mich betraf. Das ging ihn aber nichts an, also antwortete ich nicht.
„Bist du in ihn verliebt?“
„Wie wär’s, wenn wir das Schweige-Spiel spielen? Wer das Schweigen zuerst bricht, hat verloren“, antwortete ich.
Es schien mir, als würde Nick die Augen verdrehen, aber nachdem ich ihn nur aus dem Augenwinkel sah, war ich mir nicht sicher.
Ich fuhr weiter und bog nach links auf die Centerline Road ab. Einfach nur zum Spaß gab ich etwas mehr Gas und genoss den Anblick von Nick, wie er im Sitz auf und ab hüpfte. Fünfzehn perfekt sadistische Minuten später bogen wir auf die dunkle Einfahrt zu Annalise ein, der strahlende Mond erleuchtete den Weg zum schönsten Ort der Welt.
„Du lieber Himmel, ist das dein Haus? Das ist ja unglaublich“, sagte Nick.
„Du hast verloren“, sagte ich.
Fünf meiner Hunde kamen uns freudig bellend vom Hof auf der Hausseite entgegen. Der sechste, mein deutscher Schäferhund und persönlicher Beschützer, Poco Oso, war noch bei Ava. Nick öffnete das Fenster, redete mit ihnen, und sie drehten durch. „Höchst verdächtige unbekannte Person“, verkündeten sie. Ich parkte meinen Laster unter dem enormen Mangobaum neben dem Haus.
Was jetzt?
Ich hatte meine Flucht für einen großartigen Plan gehalten, bis wir am Ziel angelangt waren. Ich fühlte mich etwas flugkrank. Nick andererseits zeigte keinerlei Symptome.
„Da“, sagte er und reichte mir ein Tempo.
Wie peinlich, meine Wimperntusche war wohl verschmiert, also fing ich an, in meinem Gesicht herumzuwischen.
„Tu das nicht!”, schrie Nick.
Ich zuckte zurück. „Was?! Was habe ich denn gemacht?“
„Das ist nicht für dein Gesicht. Du sollst es lesen.“
Meine Stirn formte das bekannte Muster der tausend Falten und ich versuchte ganz bewusst, sie zu glätten, bevor sie zum Dauerzustand wurden. „Was ist das?“
Nick suchte mit den Fingern das Innenlicht und knipste es an. „Lies es, Katie.“
Es war kein Tempo. Es war eine zerknüllte Cocktailserviette mit Text.
Oha.
Die Serviette.
Ich konnte nicht fassen, dass er das elende Teil aufgehoben hatte. Der Mund blieb mir offenstehen. Perfekt zum Fliegenfangen, fiel mir ein. Ich machte ihn zu.
Nick fuhr sich mit der Hand rückwärts durch die Haare.
Ach ja, das Haarwühlen, dachte ich. Er war nervös.
Ich las die Worte, die in blauem Kugelschreiber über, unter und um das Logo des ‚Eldorado Hotel & Casino‘ geschrieben standen.
Es geht jetzt einfach nicht /bei dir bleibt mir das Herz stehen
Ich will das richtigmachen
Warte auf mich
Ich glättete die weiche Barserviette und versuchte, zu begreifen. Als wir letzten Sommer in Shreveport geredet hatten, war er nur bis zu der Stelle mit „Es geht einfach nicht“ gekommen, bevor ich meinen Angriff im Massenvernichtungswaffen-Modus gestartet hatte. Mein Hirn kämpfte damit, die neue Information zu verarbeiten.
„Mir bleibt das Herz stehen“ – das war doch gut, oder?
Ich jedenfalls fühlte mich gerade so, als wäre mein Herz stehengeblieben. Ich forschte in seinem Gesichtsausdruck nach Informationen.
Er sagte: „Darf ich dir sagen, was ich in Shreveport hätte sagen sollen, Katie? Was ich sagen wollte?“
Ich nickte, denn ich glaubte nicht, dass ich zu Worten fähig war. Meine Kehle fühlte sich an, als wären Gefühle Finger, die sie umklammerten und zusammenpressten. Aus Erfahrung wusste ich, dass Schweigen wahrscheinlich das Beste war.
Er räusperte sich. „Ich wollte dir drei Dinge sagen“, meinte er und deutete auf den abgenutzten Papierfetzen. „Nach dem Teil mit ‚Es geht einfach nicht‘, als du dich aufgeregt hast, bin ich nicht mehr dazugekommen, das Wort JETZT zu sagen und …“ Er hielt inne und murmelte: „Du kannst das, Kovacs“, und zwar so leise, dass ich nicht sicher war, ob ich richtig gehört hatte, oder ob es nur der Wind gewesen war.
Worte befreiten sich aus dem Klammergriff um meine Kehle. „Und was?“
Er lachte und die Spannung löste sich. „Langsam, das ist wichtig.“
Er schloss einen Augenblick lang die Augen, dann sah er mich direkt an. „Mir bleibt das Herz stehen, jedes Mal, wenn du das Zimmer betrittst.“
Er wartete. Das war der Moment, wo ich eigentlich etwas sagen sollte.
Ich saß so reglos da wie ein Granitbrocken. Ich wollte das hier nicht durch falsche Worte kaputtmachen und die richtigen Worte fand ich nicht. Aber durch meine Verwirrung, was ich sagen sollte, entstand ein ungewolltes Schweigen. Nick runzelte leicht die Stirn, aber er sprach weiter.
„Die zweite Sache war, dass ich das richtigmachen wollte. Ich wollte eine richtige Beziehung mit dir, nicht nur ein wildes Wochenende.“
Erneut wartete er auf meine Antwort und wieder saß ich stumm da.
Er fuhr sich erneut nach hinten durch die Haare. „Aber mein dritter Punkt war, dass ich dich bitten wollte zu warten, weil zu der Zeit mein ganzes Leben ein komplettes Chaos war. Ich brauchte Zeit, weil ich nicht wollte, dass das unseren gemeinsamen Anfang ruiniert.“
Endlich konnte ich wieder reden.
„Oh je“, sagte ich, mein Geflüster klang piepsig.
Das war es auch schon. Aber was fühlte ich? Ich wäre auf meinem Bauch durch Glasscherben gekrochen, um diese Worte von ihm zu hören.
Eine leise Stimme in meinem Kopf mischte sich ein: „Aber er hat dich verletzt. Er war kalt und gemein. Er hätte dir das schon tausend Mal vorher sagen können.“
Sei still, antwortete ich der Stimme. Das war der schöne Teil. Wo war die Stimme, die mir zujubelte und mir Glück wünschte?
Nick redete weiter. „Aber an diesem Abend ging alles in den Eimer. Ich bekam so eine Wut auf dich, dass –“
Ich konnte wieder atmen. Ich musste etwas sagen, bevor ich etwas Blödes tat, wie zum Beispiel auf die leise Stimme zu hören, die das Ganze sabotieren wollte. „Nick, hör auf. Bevor du auch nur noch ein Wort sagst: Es tut mir so leid. Ich habe dich angelogen. Du hattest recht. Ich habe Emily gesagt, dass ich in dich verliebt bin und ich wusste, dass du uns am Handy gehört hast. Aber als du angefangen hast mit „Das geht einfach nicht“, schämte ich mich furchtbar. Ich ging in die Defensive und ich war … ich war … naja, ich war einfach nur gemein. Und das war falsch von mir.“
Nick stieß mit einem enormen Atemzug die Luft aus. „Ist schon in Ordnung. Ich weiß, dass ich aus dem, was du gesagt hast, zu viel Aufhebens gemacht habe. Ich war nicht so sehr wütend auf dich als auf mich selber, dass ich es vermasselt habe – mein Leben und dieses Gespräch – aber ich habe an allem dir die Schuld gegeben. Ich habe mich dir gegenüber beschissen verhalten und ich weiß, dass ich dich verletzt habe. Was passiert ist, war mein Fehler. Ich bin schuld, dass du nach St. Marcos gezogen bist. Dieses verfluchte Fiasko mit dem McMillan-Prozess war meine Schuld. Es hat Monate gedauert, bis ich den Mut hatte, hierher zu kommen. Aber ich musste das alles einfach mal sagen. Ich musste es versuchen.“
Genau. Genau diese Worte wollte ich hören.