Sie hat mich verrückt gemacht

1499 Worte
Patricks Sicht (Fortsetzung) Mir war schwindelig, aber ich war noch nüchtern. „Dein Vater hat mich angerufen, weil du nicht ans Telefon gehst, und er verlangt, dass du zu Hause bist“, sagte er und bezahlte meine Rechnung. Ich stöhnte frustriert auf. Warum musste mir jeder das Leben schwer machen? Ich leerte mein letztes Glas und stand auf. Ich schwankte stark und wäre beinahe gestürzt, als Nicholai mich festhielt. „Mein Gott … Patrick … wie viel du heute getrunken hast … du bist heute Abend geliefert“, rief er entnervt. Ich versuchte aufzustehen und scheiterte kläglich. „Ups … ich glaube … ich hatte genug für heute Abend“, lallte ich, und er stöhnte wütend, während er mich hinauszerrte. Er warf mich fast in mein Auto und sprang auf den Fahrersitz. „Du stinkst, weißt du.“ Er rümpfte angewidert die Nase, und ich grinste über beide Ohren. Er seufzte und fuhr zu meinem Haus, wo ich überhaupt nicht hinwollte. „Ich will nicht zu dieser Schlampe“, jammerte ich, und er funkelte mich an. „Vergiss nicht, dass sie jetzt deine Frau ist. Wenn sie eine Schlampe ist, dann kannst du dir ja selbst überlegen, was du bist.“ Er schnalzte frustriert mit der Zunge, und ich versuchte, ihn anzufunkeln, aber meine Sicht war verschwommen. „Ich weiß, es hat keinen Sinn, jetzt etwas zu sagen … trotzdem … vermassel es nicht, Patrick. Ich warne dich … wenn dein Vater sie bevorzugt, dann muss da etwas dran sein“, sagte er, während er vor meinem Haus anhielt. „Ja … ja … sie weiß, wie sie ihre Karten ausspielt“, lallte ich wieder. Er seufzte laut und stieg aus dem Auto. „Komm raus“, sagte er und half mir, und ich stieg aus. „Geh rein… ich parke das Auto“, sagte er, und ich zwinkerte ihr zu und ging hinein. Das ganze Haus war still. Das war mir sehr gelegen, denn ich wollte meinen Eltern, vor allem meiner Mutter, nicht in diesem Zustand begegnen. Ich hatte genug von den Predigten für heute Abend. Alles, was ich jetzt wollte, war eine ordentliche Dusche und Schlaf. Ich ging direkt in mein Zimmer. Ich hatte wohl zu viel getrunken, denn ich konnte immer noch nicht aufrecht stehen und es kostete mich große Mühe, die Treppe hochzukommen. Ich blieb wie angewurzelt stehen und starrte fassungslos auf die geschlossene Tür meines Zimmers. Hinter dieser Tür wartete sie entweder auf mich oder war längst eingeschlafen. Aber in beiden Fällen konnte sie nichts daran ändern, dass sie in meine Privatsphäre eingedrungen war, die ich ganz bestimmt nicht mit ihr teilen wollte. „Verpiss dich!“, fluchte ich und ging in die andere Richtung. Ich öffnete die Tür und sah mich überrascht um. „Wow … die putzen das Zimmer sogar täglich, wenn niemand da ist“, lobte ich meine Dienstmädchen und zog meinen Mantel aus. Mir war heiß. Ich warf den Mantel neben das Bett und legte mich dann auf den Rücken, die Beine baumelnd. „Aaaaaahhhhhhhh!“, schrie jemand laut auf, und ich fuhr panisch hoch. Der Schrei war so laut und furchteinflößend, dass ich vor Schreck fast nüchtern wurde. Als ich sie erblickte, fühlte ich mich, als hätte mir jemand einen Eimer Eiswasser über den Kopf geschüttet. Mir wurde brütend heiß. Ich riss vor Schreck die Augen auf, als ich sah, wie sie sich mit dem Handtuch um die Brust klammernd im Zimmer umsah. Sie sah verdammt sexy aus. Ihr Haar noch nass, ungeschminkt, nur ein großes Handtuch um den Körper – aber nicht auf eine verführerische Art … Sie sah verdammt anziehend und betörend aus. „Was machst du hier?“, schrie sie erneut, während sie davonrannte. Ich starrte sie nur mit aufgerissenen Augen an, völlig geschockt. Sie öffnete einen Koffer in der Ecke des Zimmers. „Geh weg!“, schrie sie und holte etwas aus dem nun geöffneten Koffer. Ihr Schrei riss mich aus meiner Starre, und ich drehte mich blitzschnell um und wandte ihr den Rücken zu. Ich verarbeitete immer noch, was gerade geschehen und was ich gesehen hatte. Dann dämmerte es mir. Moment mal … das ist nicht mein Zimmer. Was tat sie hier? Verwirrt ging ich wieder auf sie zu, bereit, sie zur Rede zu stellen, aber auf sie zuzugehen, war ein fataler Fehler. Mir stockte der Atem, als ich sah, wie sie völlig nackt hastig ihr T-Shirt überzog. Sie hatte solche Angst, dass ihr Körper heftig zitterte, während sie es anzog. Die blanke Angst hatte ihr Gesicht noch mehr gerötet, und sie wirkte wie gelähmt. Es dauerte nur ein oder zwei Sekunden, aber es verschlug mir die Sprache. Ich wich schnell zurück, und nun war mein Rücken ihr zugewandt. Mein Herz hämmerte mir bis zum Hals. Ich hatte zwar schon mal ein nacktes Mädchen gesehen, aber ihr Körper war einfach unglaublich schön. Ich schaute ins Leere, und in mir tobte ein Sturm der Gefühle. Sie war nicht die erste nackte Frau vor mir, aber die erste, die innerhalb einer Sekunde so eine heftige Reaktion bei mir auslöste. „Was machst du hier?“, fragte sie, während sie vor mir stand. Ich schluckte schwer, als ich zu ihr hinunterblickte. Sie trug keinen BH unter ihrem T-Shirt, und ihre steifen Brustwarzen machten mir ganz schön zu schaffen. „Ähm … Solltest du nicht in meinem Zimmer sein?“, fragte ich und sah überall hin, nur nicht zu ihr. Mein p***s war steinhart, und es war mir so peinlich, dass ich ihn nicht mal ein bisschen zurechtrücken wollte. Ich wollte nichts Dummes anstellen, denn sie machte mich gerade wahnsinnig. „Und warum sollte ich?“ Sie fragte mich in einem gereizten Ton, während sie die Arme vor der Brust verschränkte. Ich beobachtete ihre Bewegungen aus dem Augenwinkel, und ihre Geste ließ ihre prallen Brüste noch mehr hervortreten. Mein Gott! Weiß sie denn nicht, wie verdammt heiß sie in diesem T-Shirt aussieht? Das Engegefühl in meiner Hose ließ mich unbeholfen etwas zur Seite rutschen. „Ich… ich… wir sind jetzt verheiratet. Und… und… ich dachte, du wärst in meinem Zimmer.“ Mir fehlten die Worte. Ich sagte einfach, was mir in den Sinn kam. Ich musste hier weg, sonst wüsste ich nicht, was ich als Nächstes tun sollte. Ich war mir verdammt sicher, dass der Alkohol mir einen Streich spielte. Sie schnaubte und ging ins Bett. Sie setzte sich aufs Bett und zog sich die Decke bis zu den Schultern, während sie die Knie umarmte. Die Decke bedeckte ihren Körper vollständig, als würde sie etwas sehr Kostbares beschützen. Verdammte Frau! „Ich bleibe nicht bei dir in deinem Zimmer. Auch wenn wir verheiratet sind, sind wir nicht verpflichtet, zusammenzuwohnen. Es ist mein Zimmer, und du kannst in deins gehen“, sagte sie mit kalter Stimme, aber ich spürte den Schmerz darin. In diesem Moment traf es mich wie ein Schlag. Sie wollte nicht bei mir bleiben, und deshalb war sie nicht in meinem Zimmer. Ich war verletzt. Ich war noch nie zurückgewiesen worden, und sie war die Erste, die mich zurückwies, wenn auch indirekt. Ich wollte gerade etwas sagen, als es klopfte, und sie bat die Person herein. Ich stöhnte innerlich auf, als ich meine Mutter hereinkommen sah. Ich stand immer noch an derselben Stelle neben dem Bett wie zuvor. Das einzig Gute war, dass Mama mich nicht ganz sehen konnte, sonst… Mamas Anwesenheit im Zimmer beruhigte mich sofort so weit, dass ich mich wieder fassen konnte. „Dein Getränk, mein Schatz“, sagte Mama freundlich, erschrak aber, als sie mich sah. Toll… nicht mal meine Mutter wollte mich in ihrer Nähe haben. Wie konnte das passieren? Ich war mir doch sicher, dass sie es war, die alles dafür getan hatte, uns zusammenzuhalten, und jetzt? „Was machst du hier, Patrick? Mein Gott… wie viel du heute Abend getrunken hast.“ Mama warf mir einen angewiderten Blick zu und musterte mich von Kopf bis Fuß. Mir war das vor meiner Frau total peinlich. Ich war eigentlich kein schüchterner Typ, der sich so leicht beeinflussen ließ, und trotzdem stellte ich mich dumm und gab mich ängstlich. „Ich… äh… ich… dachte, sie wäre in meinem Zimmer… also… also bin ich hierhergekommen“, sagte ich leise und senkte den Kopf. „Geh in dein Zimmer, Patrick“, sagte Mama, sichtlich enttäuscht von meinem Blick. Ich dachte nicht nach und stürmte aus dem Zimmer. Ich rannte fast in mein Zimmer, als würde mich ein Geist verfolgen. Ich schloss die Tür sofort ab, klopfte mir auf die Brust und atmete tief durch. Das Bild von ihr, nackt, ging mir nicht mehr aus dem Kopf. Ein Blick genügte, und der Alkohol war wie weggeblasen. Ich fragte mich, wie sie es bis heute ausgehalten hatte, denn ich wusste genau, dass sie noch Jungfrau war. Jeder Mann hätte ihr zu Füßen liegen können, und allein der Gedanke daran machte mich eifersüchtig. Egal… sie gehörte jetzt mir.
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