Meinen Vater besuchen

1166 Worte

MELISSAS SICHT Claras Gesichtsausdruck verwandelte sich gleichzeitig in Sorge und stillen Schmerz. „Du meinst… du willst sein Grab besuchen?“ Ich nickte, mein Hals brannte, als ich die Worte herauspresste. „Ich kann nicht gehen, ohne es ihm zu sagen… ohne mich richtig zu verabschieden.“ Clara kniete vor mir nieder, ihre Hände fanden meine. „Dann komme ich mit dir. Wir gehen heute Nacht zusammen. Ich halte Wache, während du—“ Ich schüttelte den Kopf. „Nein. Nicht dieses Mal.“ Ihre Lippen öffneten sich zum Protest. „Melissa…“ „Ich muss allein gehen.“ Meine Stimme klang bestimmter, als ich mich fühlte; in mir bebten Zweifel und Angst. Ich blickte zum Fenster – fast Mitternacht. „Wenn ich nicht einmal das Grab meines Vaters besuchen kann, ohne mich hinter jemandem zu verstecken… wie

Kostenloses Lesen für neue Anwender
Scannen, um App herunterzuladen
Facebookexpand_more
  • author-avatar
    Schriftsteller
  • chap_listInhaltsverzeichnis
  • likeHINZUFÜGEN