18 Julian Nachdem das Essen vorüber ist, führe ich Nora in unser Schafzimmer. Meine Hand liegt auf ihrem schmalen Rücken, während wir die Stufen hinaufgehen. Sie ist still, wie schon die ganze Zeit, seit ich ihr von der bevorstehenden Operation berichtet habe. Ich weiß auch, dass sie wegen der Sache mit den Trackern immer noch wütend auf mich ist. Ich finde ihre Sorgen rührend, sogar niedlich, aber ich habe nicht vor, mir diese Gelegenheit, Majid in die Finger zu bekommen, entgehen zu lassen. Mein Kätzchen versteht den dunklen Nervenkitzel, an einer solchen Aktion teilzunehmen, nicht. Sie weiß nicht wie es ist, den Adrenalinschub zu spüren und das Geräusch umherfliegender Kugeln zu hören. Sie erkennt nicht, dass Menschen wie ich sich nach dem Anblick von Blut und dem Schreien der Feinde

