KAELS SICHT Der vierte Morgen kam klar und scharf nach dem Sturm. Das Tal roch nach nasser Erde und Kiefern. Alisa war schon draußen, als ich aufwachte, kniete neben den neuen Beeten mit einer Kelle und prüfte, ob die Setzlinge den Regen überstanden hatten. Ich beobachtete sie einen Moment von der Veranda aus, bevor ich mich zu ihr gesellte. Sie blickte auf, lächelte und hielt mir eine Handvoll dunkler Erde hin. „Noch gut“, sagte sie. „Die Wurzeln halten.“ Wir arbeiteten, bis die Sonne über den Grat kam. Keine Nachrichten. Kein ungewöhnlicher Funkverkehr. Das Sicherheitsteam meldete denselben ruhigen Perimeter, den sie durch die Nacht gehalten hatten. Ich hätte Erleichterung spüren sollen. Stattdessen lief der Wolf noch unruhiger auf und ab. Eine so lange Ruhe nach einer förmlichen Warn

