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1030 Worte

ALINA Ich starre die Blondine im Spiegel an und richte meine Perücke noch einmal. Ich ziehe die knallblaue Mütze tief ins Gesicht und setze die dunklen, dicken Brillengläser auf. Ich trage ein weites, geblümtes Kleid. Ich bin unkenntlich, sogar für mich selbst. Moritz hat den Wachen gesagt, dass ich unter keinen Umständen nach Barcelona darf, und normalerweise hätte ich ihn konfrontiert und meinen Standpunkt vertreten. Aber ich will ihn überhaupt nicht sehen. Niemals. Und ich werde verdammt noch mal nicht zulassen, dass er die Befriedigung hat, dass ich ihn um irgendetwas bitte. Schon gar nicht um seine verdammte Erlaubnis, irgendwohin zu gehen. Letzte Nacht bin ich weinend eingeschlafen, habe den schönen Jungen betrauert, den ich einst geliebt habe. Ich weiß nicht einmal, warum mich

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