ALINA Ich betrat das Haus meiner Mutter pünktlich um acht Uhr morgens; ich konnte keine Sekunde länger warten. „Hi, Mama.“ Sie runzelte die Stirn. „Hallo, Liebes.“ Sie gab mir einen Kuss auf die Wange. „Du bist aber früh auf den Beinen heute. Ich wusste gar nicht, dass du in München bist.“ Sie trug ihre Sportkleidung und sah aus, als wäre sie schon seit Stunden wach. „Arbeit. Arbeitstermine, ein Meeting nach dem anderen“, stammelte ich. „Viel zu tun, sehr beschäftigt.“ Halt den Mund, du ruinierst alles. Warum war ich nur so eine miserable Lügnerin? „Möchtest du eine Tasse Kaffee?“, fragte sie. „Ja, bitte.“ Ich folgte ihr in die Küche und setzte mich an die Theke, während sie den Kaffee zubereitete. Mein Herz klopfte wie wild und mir war übel – von diesem Gespräch hing einfach alle

