Das Hogsmeadewochenende

2139 Worte
Die nächsten Tage vergingen wie im Flug und schon war wieder Samstag, diesen Samstag stand das Hogsmeade Wochenende bevor. Ich wollte die kleine Stadt unbedingt sehen, als ich jedoch mitbekommen hatte das man eine Einverständniserklärung der Eltern dafür brauchte wusste ich nicht mehr was ich machen sollte. Dann würde ich halt zusammen mit Lily und James in Hogwarts bleiben. Die beiden waren sich näher gekommen und schafften es mittlerweile sogar sich nicht zu beleidigen und mit den Vornamen anzusprechen. Aber ich verstand Lily manchmal auch, denn oft überschritt James definitiv Grenzen. Gestern, also Freitag Abend packte ich gerade meine Bücher und Schulsachen zusammen als James meine Einverständniserklärung für Hogsmeade fand. Sie war aus einem der Bücher rausgefallen und lag nun auf dem Teppichfußboden. James hob den Zettel auf und betrachtete ihn und dann mich. ,,Du gehst nicht nach Hogsmeade?" fragte er mich und sah irgendwie enttäuscht aus obwohl er sowieso im Schloss geblieben wäre. Jeanne, Ell, Sirius und Remus wären nach Hogsmeade gegangen. Remus sah hoch und schaute ihn an. Auch in seinem Blick lag eine Art Enttäuschung oder Erleichterung? Ich hatte wirklich überhaupt keine Ahnung? James sah ebenfalls zu seinem Freund und sagte: ,,Du wolltest du nach Hogsmeade oder Moony?" Remus nickte knapp und antwortete: ,,Ja, ja mit Sirius" James überlegte kurz und ich konnte sehen wie seine braunen Augen schimmerten. Lily sah ihn ebenfalls verwirrt an, sie ahnte anscheinend was er gleich tun wollte und sie schüttelte protestierend den Kopf. Lily flüsterte in James Richtung: ,,das ist Strafbar!" Was? Über was redeten sie da gerade? Und was hatte meine Hogsmeadeeinverständniserklärung damit zu tun? James hatte einfach nicht nachgedacht und gefragt: ,,wie heißen deine Eltern eigentlich?" Ich sah ihn verwirrt an ohne zu wissen worauf er hinaus wollte antwortete ich: ,,Nadin und Martin sber wieso?" James nahm Remus die Feder aus der Hand, der gerade Hausaufgaben für Verwandlung machte, und unterschrieb den Zettel einfach mit dem Namen meiner Mutter. Ich starrte ihn fassungslos an und James hielt mir ganz stolz den Zettel hin und präsentierte ihn mit einem: ,,Tada!" Sirius und Peter brachen zusammen mit James in Gelächter aus, auch Jeanne musste sich ein Grinsen verkneifen und Lily, Remus und Ich starrten ihn einfach fassungslos an. ,,Ist das dein Ernst!" schrie ihn Lily wütend an. ,,James!" brüllte ich ebenfalls. James war etwas zu stolz auf seine Idee, er grinste und sagte: ,,Was? Jetzt kannst du mit nach Hogsmeade? Und Lils hör auf mich anzuschreien!" James sah nicht ein was er falsch gemacht hatte, er dachte wirklich das er mir damit geholfen hatte und das ich es gut fand. Sirius und Peter hatten sich wieder eingekriegt und Lily hatte sich beleidigt ihren Aufgaben zurück zu gewandt. Remus lächelte leicht wie ich sehen konnte doch das hätte auch an dem Buch liegen können was er gerade las: ,,Stolz und Vorurteil." Ich hatte seit der Unterrichtsstunde den Tag nicht mehr mit ihm geredet. Wir hatten uns gerade wieder angefreundet gehabt und den Samstag nach dem Quidditchspiel begraben gehabt, doch dann war diese Sache mit dem Amortentia passiert und es war uns beiden so peinlich gewesen das wir 3 die gleichen Sachen gerochen hatten und das schlimmste war auch noch das es die ganze Klasse mitbekommen hatte. Ich hatte die ersten Tage versucht mir einzureden, dass das nur Zufall war und wir einfach die selben Interessen hatten, doch das war Blödsinn! Ich hatte in den letzten Nächten viel darüber nachgedacht was es bedeuten können, aber ich war auf keine Sinnvolle Lösung gekommen. Es machte einfach keinen Sinn! Das einzige was ich wusste war das ich nicht so fühlen durfte weil er, Remus es nicht tat und ich wollte unsere Freundschaft nicht belasten. Also hatte ich meine Gefühle versucht so gut wie möglich zurückzuhalten und ihn nicht anzusehen. Denn immer wenn ich das Tat begann mein ganzer Kopf sich zu drehen und mir wurde Schwindelig von all den Gefühlen darin. Mein ganzer Bauch füllte sich mit Schmetterlingen und es fühlte sich so an als würden sie wild herum fliegen. Jedes mal wenn ich ihn sah, begann mein Herz wie wild zu hämmern, sodass ich glaubte es würde gleich aus meiner Brust heraus springen und mein Blut aus den Adern schießen würde. Doch trotz all dem fühlte sich seine Gegenwart gut an, es fühlte sich sicher, geborgen, warm und wie ein Zuhause das ich nie hatte an. Hogwarts war innerhalb von nur ein paar Monaten zu dem wichtigsten Teil meines Lebens geworden, es war mein Zuhause geworden und meine Freunde waren meine Familie geworden. Ich liebte sie alle so sehr und könnte niemals mehr ohne. Ich wollte gar nicht daran denken das ich höchst wahrscheinlich in den Sommerferien in einem halben Jahr zurück zu meinen grausamen Elten und meinen f**k-Boy von Bruder zurück musste! "Oh James..." stöhnte ich auf und nahm ihm den Zettel aus der Hand. Die Unterschrift sah täuschend echt aus und ich sah in mit hoch gezogenen Augenbrauen an. ,,Bitte sag mir, dass du das nicht schon öfter getan hast?!" fragte ich ihn. Auch Lily starrte James böse an ,,James...!" mahnte sie und James musste grinsen. Das war mir antwortet genug und ich fragte: ,,...wie oft?..." Er grinste wieder und fügte noch schnell ein: ,,Obwohl, ich will es gar nicht wissen!" "Er hat mal eine Woche lang Unterschriften für Hogsmeade an Erstklässler verkauft!" könnte ich Sirius Lily zu flüstern hören. Ich riss die Augen auf und schüttelte den Kopf sagte jedoch nichts. Dann schnappte ich mir noch mein Notizbuch was neben Lily lag und verschwand in unseren Schlafsaal. Es war nach 23 Uhr und ich war todmüde, also zog ich mir schnell meine Schlafsachen an und verkroch mich in mein Bett. Ich hörte noch wie Lily, Jeanne und die anderen Mädchen ins Zimmer kamen, doch sie waren so leise das ich sie kaum hörte und kurzerhand ruhig einschlief. ,,Rose, Schokolade, Leder, Bücher und Kaffee. Schokolade, Pergament, Rosen, Perfüm und Katzen" ,,Nein...Frida bitte..." ,,...Remus..." Der Tanz und der Tag danach, die Zaubertrankstunde. Ich wachte auf und alles schoss mir wieder durch den Kopf. Es war noch leicht dunkel um mich herum doch die Sonnenstrahlen durchbrachen die roten Vorhänge. Ich zog sie ein Stück zur Seite und sah das die Sonne schon aufgegangen war und auch das die Vorhänge der anderen noch zu waren. Der Wecker zeigte 8 Uhr an und ich setze mich hin, ich fühlte mich genauso gut und wie die letzten Tag und darüber war ich so froh. Ich war so glücklich darüber das ich nicht mehr in dieser Trauer gefangen war und das ich weiter leben kann ohne immerzu an ihn zu denken. Quatsch! Was dachte ich mir da, ich dachte die ganze Zeit an ihn! An seine wunderschönen Augen, an die zarten Narben und das wuschelige Haar. An die schüchterne und süße Art zugleich und vor allem an dieses traumhafte Lächeln. Also stand ich leise auf und holte mir aus dem Kleiderschrank eine enge, schwarze Jeans, eine rote Bluse mit weißen Kreisen darauf, Unterwäsche und mein Lieblingspaar schwarze Stiefel. Ich ging ins Bad und unter die Dusche, danach zog ich mich fertig an und föhnte mir die Haare. Der Raum war warm und ich öffnete die Tür einen Spalt, ich hörte wie jemand leicht schnarchte und musste grinsen, das war hundertprozentig Mary! Den band ich meine zu einem hohem Pferdeschwanz zusammen und nahm mir eine zarte Goldkette aus meinem Schmuckkästchen heraus und versuchte es mir anzulegen. Der kleine Mondanhänger baumelte vor meiner Brust und ich betrachtete es. Die Tür öffnete sich und Lily stand darin, ihre roten Haare hingen verwuschelt über ihre Schulter und sie schaute verschlafen. "Guten Morgen Lils" begrüßte ich sie fröhlich und Lily entgegnete nur ein knappes: ,,Mhh" Ich grinste und Lily trottete verschlafen zu ihrem Schrank zurück. Eigentlich war Lily der totale Morgenmensch, jedoch nicht wenn sie erst nach 23 Uhr ins Bett ging. Da das im Moment öfter passierte war Lils fast jeden Morgen so drauf. Ich nahm meine Schminktasche und ging aus dem Bad zurück in das Zimmer mit den 6 Betten. Jeanne war auch schon wach und stand vor ihrem Kleiderschrank, Mary, Ell und Alice schliefen noch. Ich breitet den Inhalt über mein Bett aus und machte mich fertig. Dann packte in noch einen Stift, mein Notizbuch, den Kaffeebecher, meinen Zauberstab, einen Pullover und etwas Krimskram hinein. Ich stand auf und ging zum Bad, dann klopfte an und hörte Lilys Stimme: ,,Komm rein!" rufen. Ich öffnete die Badezimmertür und Lily stand fertig geduscht, angezogen und mit offenen Haaren vor dem Spiegel. "Bist du fertig?" fragte ich und Lils antwortete: ,,Ja warte ich hole nur noch meine Schuhe." Sie ging an mir vorbei und Jeanne ging ins Bad, unser Ablauf war eigentlich jeden Tag gleich. Erst ich, dann Lily, danach Jeanne und dann noch Alice. Mary und Ell wechselten sich immer ab wer am frühsten wach war. Denn beide wurden immer fast auf die Minute gleichzeitig wach und diskutierten dann immer wer zuerst ins Bad durfte. Doch meistens waren ich und Lily schon bei Frühstück oder zumindest aus dem Schlafsaal raus. "Fertig!" rief Lily und stürmte aus dem Raum hinaus. Wie liefen die Treppen hinunter und Lily betrachtete meine Stiefel, sie fragte: ,,wie kannst du darin laufen? Mir haben schon nach der Party in den Ballarinas die Füße weh getan und du kannst solche hohen Absätze jeden Tag tragen, wie machst du das?" Sie runzelte die Stirn und wartete auf eine Antwort. Ich grinste und schaute auch hinunter, dann antwortete ich: ,,ich habe eigentlich keine Ahnung, wahrscheinlich habe ich so oft welche getragen das es mich einfach nicht mehr stört?" Wir unterhielten uns auf dem Weg zu großen Halle über Hogsmeade und Lily fragte: ,,Wirst du nachher mit gehen?" Ich überlegte kurz und antwortete dann: ,,Ich denke schon, James war so stolz auf seine Idee, trotz allem es illegal war. Außerdem kann ich doch die arme Jeanne nicht allein mit Remus und Sirius lassen oder?" Ich sah sie an und Lily nickte knapp, wir setzen uns und Remus, James, Sirius und Peter waren schon da. "Morgen!" strahlte ich sie an. Sirius grummelte irgendetwas mit vollem Mund was ich nicht verstehen konnte. James lächelte rot werden Lily an und Lily rang sich auch ein Lächeln ab. Ich kniff ihr leicht in den Oberschenkel und Lily fluchte leise. Dann belud ich meinen Teller mit Obst, Joghurt und etwas Müsli. Dazu mixte ich mir noch meinen Kaffee in eine Tasse und in den Kaffee To-go Becher und stellte ihn dann neben mich. Wir schwiegen die meiste Zeit des Frühstücks, nur Lily unterhielt sich zwischenzeitlich kurz mit Marlene oder Ell. Die anderen Mädchen waren nun auch da und frühstückten ebenfalls still. Sirius war irgendwie nervös, wie ich sehen konnte und nach ein paar Minuten fragte er: ,,Äh also, wer geht heute eigentlich mit nach Hogsmeade?" Remus nickte ihm zu was ein: ,,Ja, ich" bedeutet und auch Marlene und Jeanne antworteten mit einem: ,,Ich!" Eine kurze Weile später sagte auch ich noch leicht zögernd: ,,Ich auch...!" Sirius sah hoch und grinste, "das ist großartig, äh...also ich meine... das ist gut, ich habe nachher noch was zu erledigen und dann ist Remus nicht so allein... sagte er, ich zog die Augenbrauen zusammen und schüttelte den Kopf um ihm zu signalisieren das das keine gute Idee war, aber das war Sirius egal. Sirius hatte bei so etwas kein Taktgefühl und es war im also völlig egal. Er warf Marlene einen zwinkernden Blick zu und sie schmunzelte zurück. Was lief zwischen den beiden? Ich würde nachher Lily fragen, sie wüsste es sicher dachte ich mir und widmete mich wieder meinem Frühstück. Als ich gerade in ein Stück Banane hinein stach konnte ich nicht anders und musste Remus ansehen. Was er wohl gerade dachte? Mir ging so vieles durch den Kopf! Meine Gefühle, der Tanz, seine Abweisung, die Zaubertrankstunde aber das wichtigste war die Sache das ich über all das gar nicht so denken durfte da es alle zerstören würde. Ich werde immer nach einer Zeit alles zerstören wurde mir schmerzlich bewusst und es hatte schon begonnen. Meine Familie, meine Freundschaft mit Remus! Es war alle so verwirrend und ich wusste nicht wie ich über all das denken sollte. Ich wusste es wirklich nicht, jedoch gab es eine Person mit der ich über alles reden Musste! REMUS!!! Nach dem wir alle fertig gefrühstückt hatten trennte sich unsere Wege. Lily, James, Peter und Ell verzogen sich in den Gemeinschaftsraum und Mary musste bei Professor Snape nachsitzen. Ich ging zusammen mit Jeanne und den zwei Jungs aus dem Schloss in den Innenhof hinaus. Es war sehr kühl dafür das es erst Mitte Oktober war und der Wind pfiff mir durch den Zopf. "Kommst du?" fragte Jeanne und hakte sich mir unter. "Das wird ein großartiger Tag, dein erster Hogsmeadebesuch und nur wir beide!" grinste sie und wir gingen zusammen die Straße ,vom Schloss weg, hinunter und weiter in Richtung des kleinen Dorfs Hogsmeade.
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