Das erste Quidditchspiel Teil 1

4913 Worte
Es waren bereits mehrere Wochen vergangen seit dem ich hier, in Hogwarts, angekommen war. Doch es fühlte sich so an, als wären es schon Monate. Der Oktober war angebrochen und es wurde langsam kälter. Der Herbst war ebenfalls da und die Blätter der Bäume auf den Ländereien von Hogwarts färbten sich in rot, orange, gelb und braun. Es sah wundervoll aus, jedoch wurde es auch immer kälter. Man konnte nicht mehr ohne Jacke rausgehen und ich trug jetzt auch jeden Tag einen Schal. Das erste Quidditchspiel der Saison stand diesen Samstag an und heute, am Freitag davor redeten alle nur noch darüber. Auch James und Sirius waren völlig im Quidditchfieber und langsam ging es mir echt auf die Nerven! Klar Quidditch muss toll sein! Aber jede frei Minute darüber zu reden ging echt zu weit! Der letzte Unterrichtstag vor dem Wochenende war gerade angebrochen und es hätte nicht besser kommen können, die letzte beiden Stunden waren ausgefallen und Remus und ich, die eigentlich Alte Runen hatten, waren jetzt auf dem Weg in den Gemeinschaftsraum. ,,Wollen wir noch die Hausaufgaben für Verteidigung gegen die dunklen Künste anfangen bevor die anderen nach her kommen? Wenn Sirius und James erstmal da sind, brauchen wir gar nicht erst dran zu denken" sagte Remus lachend und auch ich grinste. In den letzten Wochen waren wir uns immer näher gekommen und wirklich gute Freunde geworden. Wir beide machten immer die Hausaufgaben zusammen und lernten auch für die Klausuren, weil die andern viel weniger auf ihre schulischen Leistungen achteten. Peter zum Beispiel! Oder Sirius! Sie verbrachten ihre Zeit viel lieber mit den andern oder beim Quidditch. Remus ähnelte jedoch mir mehr, aber auch Lily, sie machte ebenfalls oft mit jedoch nicht so oft wie wir alleine waren. Es war wirklich lustig mit Remus, er hatte einen wirklich guten Humor und konnte sehr gut zuhören. "Ja klar, was war das nochmal?" fragte ich ihn. "Hm, weiß ich nicht mehr genau. Ich habe es mir aber aufgeschrieben, ich werde gleich mal nachsehen!" antwortete er und sagte noch: "Quidditch", dass Passwort für den Gemeinschaftsraum. Dann ließ er mir den Vortritt und ich kletterte hindurch, er nach mir ebenfalls. Der Raum war völlig leer, denn Remus und ich waren die einzigen Gryffindors die Alte Runen belegten. Das Feuer knisterte warm und draußen am Fenster liefen die Regentropfen hinunter. Ich ließ mich auf das rote Sofa am Feuer nieder und stellte meine Tasche ab. Sie war schwer und ich legte mein Verteidigung gegen die dunklen Künste Buch heraus. Danach auch noch mein Heft, die Feder, das Tintenfässchen und eine Tafel Schokolade. Remus grinste als er sie sah und ich fragte ihn: ,,Willst du auch was?" da ich dieses mal Gedanken lesen konnte. Remus nickte hektisch und ich riss die Verpackung auf und ließ ihn sich eine Stück abbrechen. Wir kauten ruhig vor uns hin und dann begann Remus zu reden ,,Also, wir sollen den Patronus Zauber üben." ,,Den Patronus Zauaber? Ich hab gelesen der ist super schwer!" antwortet ich ihn leicht verblüfft. ,,Egal wir werden es versuchen und wenn du es nicht schaffst Remus, dann schafft es keiner!" fügte ich lachend hinzu. Remus war der beste Schüler in Vgddk, wie wir es gerne als Abkürzung nannte. ,,Ja sicher" antwortete Remus leicht sarkastisch. Sein Humor war eher sarkastisch und nicht so kindisch wie der von den anderen Rumtreibern. ,,Dann lass uns einfach anfangen, in Ordnung?" sagte er und stellte sich hin. Ich stand ebenfalls auf und las mir die Zauberformel: ,,Expecto Patronum" durch, dann stellte ich mich neben Remus uns sah ihn an. ,,Fang an" sagte ich fröhlich, ,,Du musst an eine glückliche Erinnerung oder einfach eine Empfindung denken und dann einfach Expecto Patronum sagen!" Remus konzentrierte sich und schloss die Augen, ich beobachtete ihn und konnte sehen wie er nachdachte. Dann öffnete er die Augenlider wieder und seine grün-blauen Augen kamen wieder zum Vorschein. Sie glänzten als hätte er gerade 4 Kilo Schokolade vor sich liegen, er hatte eine Erinnerung gefunden. Dann hob er seinen brauen Zauberstab mit den kleinen Kugel am ende und sprach: Expecto Patronuum laut und deutlich. Dann bewegte er ihn in einer Art Kreis und ein heller Lichtfaden trat heraus. Ich sah überrascht, Remus hat es geschafft! ,,Du hast es fast geschafft!" rief ich und hüpfte auf und ab. Er sah ebenfalls überrascht aus das es wirklich funktioniert hatte. Es hat geklappt! sagte er genauso glücklich. ,,Versuch es nochmal!" sprach ich ihm aufmuntert zu. Er überlegte noch einmal und tat dann das selbe noch einmal. Dieses mal sprang aus sein Spitze nicht nur ein Lichtfaden heraus sondern es brach eine Figur aus seinem Zauberstab. Die noch unförmige Figur nahm jetzt langsam Gestalt an. Es war ein Hund! Nein es war ein Wolf! Das Tier war wunderschön und sehr zutraulich. Remus stand wie angewurzelt dar und starrte den Patronus an. Der zarme Wolf kam auf mich zu und schlich um mich drumherum. Dann sprang er durch den Geimeinschaftsraum und kam wieder auf uns zu. Er sah uns beide abwechselnd an und legte sich an zwischen uns. Remus senkte seinen Zauberstab und raunte ein: ,,Wow..." in meine Richtung. ,,Der Wolf war wunderschön, er passt zu dir!" sagte ich genauso beeindruckt. Remus starrte mich mit aufgerissenen Augen an und ich fügte hastig hinzu: ,,Oh, ich meine weil der Wolf ein eher ruhigeres und schüchternes Tier ist2 Remus entspannte sich sichtlich und sah mich an. ;;Ich liebe Wölfe" flüsterte ich. ,,Aber nicht alle Wölfe sind so wie der eben. Werwölfe zum Beispiele, sie sind Monster, Bestien die Menschen verletzten und sie sind einfach bösartig!" sagte er sichtlich geknickt und schaute auf seine Hände. ,,Hey... ich trat auf ihn zu und nahm seine Hände, ,,Werwölfe können sich das doch nicht aussuchen Remus! Sie werden einfach gebissen und sie wollen doch niemanden verletzen! Du darfst nicht so über diese Wesen denken, sie sind einfach verletzt. Sie wollten das doch alles gar nicht. Und das ist doch auch nicht die Schuld dieser armen Menschen..." Er sah von seinen Händen, sie in meinen lagen hoch und ich konnte seinen verletzten Blick sehen. ,,Kennst du jemanden der gebissen wurde und jetzt diesen Fluch auf sich trägt?" fragte ich ihn besorgt. Vielleicht war das sein Geheimnis, vielleicht ist einer aus sein Familie oder einer seiner Freunde gebissen wurden und jetzt hat er Angst. Er schaute mir tief in die Augen, wobei er nach unten schauten musste, und nickte sanft. Er wollte es mir nicht genauer erzählen und das war in Ordnung. Ich akzeptierte es, denn er hatte damals, als das mit dem Irrwicht und meiner Ohnmacht passiert war, auch nicht weiter gefragt. Ein paar mal schon weil er wissen wollte ob es mir gut geht, aber dann nicht mehr. Es war okay für ihn gewesen. Also würde ich das genauso akzeptieren, wenn er bereit ist es mir zu erzählen wird Remus das schon machen. Aber ich werde ihn auf keinen Fall drängen! Er sah wieder etwas fröhlicher und ich ließ seine Hände los, dann trat ich einen Schritt zurück und umfasst meinen Zauberstab mit den Fingern. Ich machte die selbe Handbewegung wie Remus eben und sagte ebenfalls ziemlich laut und ganz genau: ,,Expecto Patronum und es passierte nichts... Nichtmal ein Fünkchen Licht wie bei Remus eben. Nichts... Ich dachte nach und schloss die Augen. Dann durchforstete ich meine Vergangenheit auf der Suche nach etwas Glück oder Freude. Es war wirklich schwer, vor allem weil mein Zuhause keine Freude für mich war. Meine Eltern oder mein Bruder genauso wenig. Nicht einmal an meine Oma konnte ich denken da sie mich nicht glücklich sondern umso trauriger macht, durch ihren Tod und die Beerdigung. Ich musste wieder an alles denken, doch ich verdrängte die ganzen Gefühle daran wieder und suchte weiter. Meine Beste Freundin Helen vielleicht? Nein, sie hasst mich wahrscheinlich Sie hat mir nicht mal zurückgeschrieben. Naja, wie auch? Wie sollte ich hier die Post auch erhalten. Ich schüttelte auch den Gedanken bei Seite und da fiel der Groschen. Es war Hogwarts! Das war das was mich wirklich glücklich machte! Hogwarts, James, Sirius, Lily, Remus, Jeanne, Ell, Alice, Mary, der Unterricht! Ja sogar der Unterricht! Ich wusste es und dachte fest an mein wahres Leben. Dann wiederholte ich die Zauberformel und öffnete die Augen. Remus sah mich ganz genau an und nun schoss wie bei ihm ein hellblau-weißer, magischer Faden aus der Spitze meines Stabes heraus und ich begann zu lächeln. Es war nicht perfekt aber eine Anfang. Ich wiederholte es nochmal doch auch dieses mal nicht mehr. Remus kam auch mich zu und stellte sich hinter mich. Ich drehte meinen Kopf nach hinten um und sah ihn Stirnrunzelnd an doch er ignorierte es und machte weiter... Mit was auch immer er gerade anfing...? Remus flüsterte sanft in meinen Nacken hinein: ,,Schließ deine Augen!" Ich tat was er mir sagte, obwohl ich nicht wusste was er versuchte. Ich vetraute ihm! ,,Jetzt konzentrier dich und denk nach..." Ich machte wieder was Remus mir sagte und er redete weiter: ,,Denk nach! Über Hogwarts, die Abende im Geimeinschaftsraum mit allen. Über die lustigen Unterrichtsstunden und die Nachmittage. Remus berührte meine Hüfte und seine kräftigen Hände wanderten weiter zu meinem Arm und meiner Hand vor. Dann raunte er in mein Ohr: ,,Denk nach über alles was du bis jetzt hier erlebt hast und wen du alles getroffen hast. Denk nach über alle die du gern hast! Denk an Lily, Jeanne Ell und Alice. James, Sirius und vielleicht auch an mich. Er stockte und ich sah ihre Gesichter vorbeifliegen. Lily's rote Haare, Alice's zartes Lachen, James seine verwuschelten Haare und diese bezaubernden grün-blauen Augen. Dann machte er einen Schritt zurück, denn ich konnte ihn nicht mehr an meinem Rücken und Nacken spüren und ich öffnete die Augen wieder. Ich hatte gar nicht bemerkt das ich meinen Atem angehalten hatte und ich atmete wieder aus. Dann sagte ich ganz leise und ruhig: ,,Expecto Patronum" Es passierte etwas, erst ein glitzernder Lichtfaden und dann auch eine Gestalt. Ich beobachtete das kleine, zarte Tier und sah zu wie es sich zu einer Gestalt formte. Es war eine Katze, mehr ein kleines Katzenbaby. Es sah wirklich süß aus wie es durch den Raum und die Luft tobte. Ich sah ihr gespannt zu und sah wie die kleine Katze auf mich zu rannte. Sie umkreiste mich und zu Remus hinter mir hin. Ich drehte mich ruckartig um und sah dem wunderschönen Wesen weiter zu. Es schlich um meine Beine und es sah so graziös aus wie sie sich zusammenrollte. Ich hockte mich hin und mir fiel der Zauberstab aus der Hand. Die kleine Katze verschwand und ich sah wieder hoch zu Remus. ,,Danke" flüsterte ich ihm zu, das war wundervoll Dann hob ich meinen Stab wieder auf und stellte mich wieder gerade hin. Ich sah im in die Augen. Sie schimmerten wie das Meer aber gleichzeitig wie eine satte grüne Sommerwiese. Es war atemberaubend schön anzusehen wie diese zwei wunderschönen Farben ineinander verließen und seine Seele wieder spiegelten. Ich biss mir sanft auf die Lippen und wir sahen uns in die Augen, er zu mir runter und ich zu ihm hoch. Wir standen nur wenige Zentimeter von einander entfernt und ich spürte mein Herz hämmern. Es schlug unregelmäßig und so laut wie es schlug konnte Remus es hundertprozentig hören. Er machte vorsichtig noch einen kleinen Schritt auf mich zu und flüsterte sanft meinen Namen: ,,Frida?" Ich wusste nicht genau was ich denken sollte, was passierte hier gerade. Ich konnte im Moment an gar nichts mehr denken. Mein Gehirn setze aus und ich sah nur noch den stillen Jungen mit den wunderschönen Augen und den zarten Narben im Gesicht. Wir waren doch nur Freunde??? Oder nicht??? Ich hatte keine Ahnung!!! Doch darüber brauchte ich mir keine Gedanken mehr zu machen denn in diesem Moment hörte ich wie sich das Porträt zu Seite bewegt und Stimmen ertönten. Sie lachten und unterhielten sich angeregt. Es waren die andern. James, Lily, Sirius, Ell, Alice, Peter, Mary und Jeanne. Remus wand erschrocken seinen Blick von mir ab und sprang einen Schritt zurück. Ich tat es ihm gleich und stolperte über mein Buch. Jedoch fiel ich sicher auf die Couch und tat so als wäre es Absicht gewesen. Remus fuhr sich durch die Haare und wurde knallrot. Die anderen strömten in den Gemeinschaftsraum hinein und bemerkten uns erst gar nicht. Doch dann sah James, der Lily gerade wieder nach einem Date gefragt hatte und erneut abgewiesen wurde, hoch und bemerkte uns. ,,Moony?" fragte er verwirrt und zog die Augenbrauen zusammen. Ich konnte sehen wie sein Gehirn arbeitet und er hatte, als er es verstand, diesen Blick in den Augen. ,,Oh!" flüstert James leise. Er hatte verstanden was er gerade getan hatte. Er hatte einen Moment ruiniert! Auch die anderen die langsam begriffen sahen uns an. Sirius grinste als er unsere beiden, roten Köpfe sah. Ich sah beschämt auf den Fußboden und krempelt meine Ärmel hoch. Mir war warm geworden. Der Stoff entblößte meine Unterarme, an denen ein schlichtes Goldkettchen baumelte und mein Tattoo. Ja hatte ein Tattoo, es war ein kleines schwarzes Herz neben einem Mond. Wie ich bereits erwähnt hatte faszinierte mich der Mond und die Nacht. Da meine Eltern es mir niemals erlaubt hätten, hatte ich es bei dem Vater einer Freundin stechen lassen und das wichtigste war! Ich bereute es nicht! Ich sah darauf und lächelte, ich liebe diese unauffällige, kleine Botschaft. Niemand wusste davon wie mir gerade bewusst wurde. Dann stand ich auf. Ich wollte nicht darüber reden, vor allem nicht weil ich nicht wusste was es bedeutete. ________________________________________________________________________________ Remus Perspektive: Er ließ sich auf das Sofa neben seine zwei Besten Freunde fallen und fuhr sich durch das Haar. Die rote Farbe verzog sich langsam aus seinem Gesicht da dieses eine Mädchen aus dem Raum verschwunden war. Die Mädchen hatten sich in einer Ecke verzogen um über Alice und ihren neuen Freund Frank Longbottom zu reden. So konnte er in Ruhe mit James und Sirius reden, wo Peter war hatte er keine Ahnung, was Remus in diesem Moment auch egal war, denn er dachte nur an sie. An das Mädchen in das er liebte, seine Beste Freundin, Frida! ,,Moony es tut uns so unfassbar Leid! Das wäre dein Moment gewesen! Und wir haben ihn versaut! Du musst dich so schlecht fühlen, aber du brauchst nicht einmal dran zu denken!" sprachen James und Sirius, seine Besten Freunde, immer abwechselnd. Beide wussten was gleich passieren würde und versuchten ruhig zu bleiben. Er sah sie mit diesem Zweifelnden Blick an und sagte: ,,Aber es ist doch so! Ich werde sie verletzen! Sie weiß gar nicht auf was sie sich einlässt, ich kann es ihr nicht erzählen! Sonst wird sie mich hasse und nie wieder auch nur ein Wort mit mir wechseln. Sie hat etwas viel besseres Verdient!!!" James und Sirius rollten gleichzeitigg die Augen und seufzten auf. ,,Oh Moony! Bitte!!! du darfst nicht so denken... Ihr standet eben so nah beieinander, denkst du das würde jemand machen der dich hasst oder der jemand anderen will? NEIN!!!" sagte James mit flüsternder jedoch wütender Stimme. ,,Ich weiß nicht?!" fragte oder sagte Remus, er wusste es selber nicht. ________________________________________________________________________________ Am nächsten Morgen wachte ich viel zu früh auf, es war gerade einmal halb 8. Ich hätte noch über eine Stunde schlafen können, doch sobald ich die Augen geöffnet hatte schossen mir die gestrigen Ereignisse wieder durch den Kopf. Die Übung mit dem Patronus Zauber, der Wolf, das Kätzchen, dieser Moment zwischen uns. NEIN!!! Ich konnte jetzt nicht darüber nachdenken, um 11 Uhr würde das allererste Quidditchspiel der Saison beginnen und ich war viel zu aufgeregt mein erstes Spiel zu sehen: Gryffindor gegen Slytherin. Ich war wirklich gespannt wie sie so spielten. Ich glaube jedoch, dass wenn Sirius und James schon wach wären, sie noch viel aufgeregter als ich wäre. Ich suchte mir einen bequemen Pullover heraus, eine schwarze Jeans, Unterwäsche, Stiefel mit Absätzen und meinen Zauberstab. Im Grunde trug ich immer Absätze wenn es nur geht. Dann begab ich mich so leise wie nur möglich, dass ich niemanden aufweckte, ins Bad. Ich knipste das Licht an und legte meine Sachen auf den Waschbeckenschrank ab und meinen Stab Zauberstab daneben. Da ich gestern Abend schon geduscht hatte um den Kopf frei zubekommen, musste ich das jetzt nicht mehr machen. Dann zog ich meinen Schlafanzug aus und legte er sich mit einem Schwung mit dem Zauberstab von selbst zusammen. Ich machte mich etwas frisch, zog mich fertig an und schminkte mich leicht. Dann bunt ich mir die Haare zu einem Dutt zusammen und verließ das Bad. Die anderen wurden so langsam wach und die Sonnenstrahlen traten langsam immer mehr in das Zimmer. Lily war schon wachte und lächelte mich verschlafen an. Guten Morgen, da ist ja jemand schon so früh wach. sagte sie mit so einem Unterton, ich wusste was sie meinte. Meine Begegnung mit Remus gestern Abend. Ich hatte wirklich keine l**t darüber zu reden, weil ich selbst nicht mal wusste was es bedeutete. Also versuchte ich es einfach zu verdrängen. Du willst nicht drüber reden? Richtig? fragte Lily besorgt schauend. Sie stand vor mir in ihren rosa Schlafanzug mit kleinen Blümchen drauf, mit verzausten Haaren und Augenringen. Aber trotzdem sah sie so wunderschön aus! Ich schüttelte den Kopf und Lily nickte nachdenklich. Dann wendete sie sich wieder ihrem Kleiderhaufen zu und ich ging auch zu meinem Schrank. Ich holte eine schwarze Handtasche, die leider nicht mit den Ausdehnungszauber belegt war, dann auch noch einen Kaffee To-go Becher und... die Jacke. Sie duftete immer noch nach ihm als ich die braune Jacke hochhob. Sie war außen aus Leder, innen aber super weich. Ich stellte meine Handtasche auf das Bett und legte den Kaffeebecher, meinen Zauberstab und noch etwas Krimskram wie Taschentücher oder ein Stift. Ich hatte mich entschieden die Jacke anzuziehen, denn wer weiß ob Remus überhaupt mir mir reden wollte. Dann hatte ich ihn wenigstens ein kleines bisschen bei mir. Also streifte ich mir die, immer noch viel zu große Jacke, über die Schultern und lies sie offen hängen. Dann nahm ich die Tasche und hing sie mir über die Schulter. Ich rief in das Zimmer: ,,Ich geh schon mal zum Frühstück vor. Von Lily und Mary kam ein ,,Bis gleich zurück. Alice war gerade im Bad und Ell sowohl als auch Jeanne lagen noch im Bett. Sie waren jedoch schon wach. Ich lief durch den Gemeinschaftsraum und kuschelte mich in die weiche Jacke ein, draußen war es kälter. Also war die Jacke perfekt für heute, sie bedeckte meine Finger völlig und ich steckte sie in die Jackentaschen. Dort war immer noch das Schokoladenpapier drin und ich musste bei dem Gedanken daran grinsen. Der Weg zur großen Halle war eher noch leer, nur wenige Schüler begegneten mir. Wer ist auch schon am einem Samstag morgen um viertel 9 wach. Ich ging stumm durch die Gänge und kurz bevor ich in der großen Halle angekommen war, sah ich eine Gruppe von Schülern auf mich zu kommen. Sie trugen ihre Taschen über ihren Schultern und alle von ihnen hatten grün-silber Krawatten, Schäle und Umhänge an. Ich ging ganz normal weiter, es war ja nur eine ganz normale Gruppe von Schüler. Dachte ich zumindest... Als ich bei der kleinen Gruppe von Schülern angekommen war, grüßte ich sie mit einem freundlichen: ,,Guten Morgen" und lächelte. Die anderen hatten jedoch einen eisigen Blick drauf und stellten sich mir in den weg. ,,Das neue Schlammblut der Schule, kann ja reden!" kicherte ein zierliches Mädchen mit lange schwarzen Locken. Ich zog meine Augenbrauen hoch und sagte verblüfft: ,,Wie hast du mich genannt?" Ich wollte einfach nur freundlich sein und bekam direkt so ein Schimpfwort zurück. Meine Aussage das jeder den ich hier kannte hatte sich gerade geändert. Doch ich versuchte weiter höflich zu bleiben, denn das ist es, was sie sie wirklich störte. Diese Beleidigung verwendeten die Slytherins auch immer gegen Lily, weil sie, genau wie ich, Muggelgeboren war. Das war in meinen Augen nichts schlechtes und meine Freunde sahen das ganz genauso jedoch andere Schüler nicht. ,,Ach, ist euch das rumhacken auf Lily langweilig geworden und jetzt habt ihr euch jemand neuen ausgesucht?" sagte ich lächelnd. Die schwarzhaarige Hexe zischte scharf und stolzierte an ihren Freunden vorbei zu mir. Sie schaute gehässig und ihr vielen die zerzausten Locken ins Gesicht. ,,Das Schlammblut denkt sie weiß was hier los ist! Du bist hier noch nicht lang genug und weißt nicht wie es abläuft. Wir werden die dir Regel schon beibringen! Eigentlich sind sie nicht schwer und auch ein Schlammblut wie DU... solltest sie verstehen!" Ich kicherte und schaute sie an, dann sagte ich: ,,Regeln?, du bist hier so unbedeutend das ich nicht einmal deinen Namen kenne." Sie sah nur mit eisigem Blick an und zog ihren Zauberstab, sie richtete ihn auf mich zu und mir wurde schmerzlich bewusst das ich meinen nie so schnell aus der Handtasche heraus bekommen hätte. Das schwarze Stück Holz richtet sie genau auf meine Brust und sie kam näher. ,,Ich bin Bellatrix Black und du solltest die meinen Namen gut merken Schlammblut, ich werde dein schlimmste Albtraum. Du wirst keine ruhige Minute vor mir haben und ich werde immer da sein um dir jeden Spaß zu..." sie stockte als ich James rufen hören konnte. James kam zu mir gelaufen und ich war wirklich froh darüber, es war viel zu früh um Streit mit irgendwelchen Slytherins anzufangen. James stand neben mir und sagte: ,,Na, Black haben wir uns jemand neuen zu terroranisieren gefunden?" ,,Hab ich auch schon gesagt, jedoch fand Ms. ,,ich beleidige gerne andere Schüler " sagte ich leicht kichern. James prustet vor lachen und Bellatrix wurde umso wütender. ,,Bye Bye" sagte ich mit zuckersüßer Stimme und breit lächelnd. Sie sah mich bösartig an, doch ich ging ohne sie zu beachten einfach vorbei. James lief mir hinterher und hakt sich mir unter, wir machten uns weiter auf den Weg zur großen Halle. Sie war nicht mehr weit entfernt und ich fragte James: ,,Wer war das alles?" er warte einige Sekunden bis wir außer Hörweite waren und begann zu erklären: ,,Bellatrix Black, Slytherin, Sirius verhasste Cousine, Reinblütig und grauenvoll. Dahinter ihre kleine schwester, Narzissa Black, ebenfalls Sirius Cousine, Slytherin, eher zurückhaltend aber trotzdem irgendwie böse. Daneben der Junge mit dem schulterlangen, platinblonden Haaren ist Lucius Malfoy, ebenfalls Slytherin und Reiblütig, der Freund von Narzissa und hält viel zu viel von sich selbst. Zum Schluss noch die Brüder Lestrange, Rodolphus und Rabastan, Slytherin und echte Monster! Halt dich lieber fern von ihnen allen sie werden immer versuchen irgendwie dich zu verletzen, beleidigen und fertig zu machen. Sowohl physisch als auch psychisch! Sie legen super viel wert auf ihr tolles Reinblüterblut, mir, Sirius und den anderen Gryffindors ist das egal! Aber ihnen nicht... Sie hassen alle die Mugglegeboren sind und Leute, wie Sirius und ich, denen es egal war welche Blutart ihre Freunde hatten. Wir waren an der großen Halle angekommen und James ließ meinen Arm wieder los. ,,Wirklich?!" fragte ich leicht geschockt. Er nickte und wir betraten die Halle. Ich wechselte das Thema und fragte ihn mit meiner wiedergefundenen guten Laune: ,,Und freust du dich schon auf das Quidditchspiel?" Sein Gesicht verlor die Farbe und er sagte: ,,erinner mich bloß nicht daran, Sirius hat mir bist 2 Uhr die Ohren voll geheult das es seine Schuld wäre wenn wir verlieren würden und das wir es nicht schaffen würde!" Ich lachte laut auf und wir gingen zusammen zu den Plätzen wo wir immer saßen. Sirius saß schon da und er sah völlig verändert aus. Er trug seine Haare nicht offen wie immer sondern in einem lockeren Dutt, so ähnlich wie meinem. Auch seine typische Lederjacke hatte er abgelegt und einen engen, rot und gelb gestreiften Pullover vom Quidditch an. ,,Morgen!" begrüßte ich auch ihn lächelnd und er sah mich an. Ich erschrak! Er war kreidebleich! ,,Sirius! Geht es die gut? Du bist super blass!" Er blickte wieder auf sein Toast und die Bohnen, dann nickte er leicht und ich sah James wieder an. ,,Ich hab doch gesagt das er aufgeregt ist!" flüsterte er so das Sirius es nicht hören konnte. Ich setze mich und stellte meine Handtasche neben mich ab. Dann holte ich den Kaffeebecher heraus und füllte ihn mit Kaffee und Milch auf, auch zwei Stücken Würfelzucker warf ich noch hinein. Dann stellte ich ihn an die Seite und sah mich um. Ich ließ meinen Blick über die Haustische und Schüler schwenken, hinzu der Eingangshalle. Suchst du jemand bestimmten? fragte James grinsend. James, bitte nicht. Ich kann jetzt nicht darüber nachdenken, bitte! antwortete ich ihm kopfschüttelnd. Er wollte mir gerade antworteten als eine sehr vertraute Stimme hinter mir ein sehr zartes: ,,Hi...?" flüsterte und ich mich umdrehte. Remus stand da, mit einem vorsichtigen Lächeln und seinen üblichen braunen Jeans und den weiten Pullovern. Er sah trotzdem so unfassbar gut aus und mir stockte der Atem. Ich starrte ihn an und konnte sehen das Remus wirklich aufgeregt war und nicht wusste was jetzt passieren würde. Die Entscheidung lag jetzt bei mir. Ich konnte so tun als ob nichts passiert wäre oder ich könnte drauf eingehen und ihn nach gestern Abend fragen. Ich entschied mich für ersteres, jedoch nahm ich mir vor ihn zu fragen wenn wir alleine waren. Ich stand auf und umarmte ihn fröhlich. Trotz der Stiefel reichte ich ihm nur bis zur Brust. Er legte seine Arme um meine Taille und ging darauf ein. Er duftet nach Kaffee und Schokolade, traumhaft! Dann machte ich wieder einen Schritt zurück und strahlte ein: ,,Guten Morgen" in seine Richtung. Ich schaute auf die Uhr und sie zeigte: 9:23 Uhr an. ,,Bei Merlins Bart, es ist fast halb! Wir müssen los?" fluchte ich leise. Sirius schaute erschrocken hoch und ich dachte er würde sofort umkippen. ,,Na los!" Drängelte ich die anderen. ,,Die Mädchen kommen direkt zum Feld" sagte ich nebenbei als ich meinen Becher und die Tasche schnappte. Remus stellte sich neben mich und antwortete: ,,Peter auch!" Wir machten uns auf den Weg zum Ausgang der Halle und auch des Schlosses. Dann nach draußen über die Ländereien. Kurz vor dem Spielfeld trennten sich James und Sirius von uns weil sie sich umziehen mussten. ,,Pass bitte auf ihn auf, er sieht aus als würde er gleich in Ohnmacht fallen!" flüsterte ich James mit Nachdruck zu und ging dann zusammen mit Remus in Richtung des Spielfeldes weiter. ,,Sirius sieht nicht gut aus! Ist er immer so vor einem Spiel?" fragte ich Remus und sah Sirius und James nach. Ich ging über den Rasen während sich meine Absätze in das Gras bohrten und Remus sah auch noch einmal zu den anderen beiden. Dann drehte er sich wieder zu mir und sagte: ,,Ja, Ja das ist normal." Er grinste und ließ seinen Blick über meinen Körper schweifen. Von den Füßen bis zu meinem locker sitzendem Dutt hin. Seine Augen glitzerten und mir entging dieser Blick nicht. Ich lächelte Remus an. Er fühlte sich ertappt und schaute, rot werdend, weg. Ich schmunzelte und zog meinen Dutt etwas lockere. Die Strähnen hatten sich verknotet und taten weh. Gerade als ich eine Strähne lockerte riss mein Haargummi und es schnippte mir gegen die Hand. ,,Aua!" fluchte ich leise und betrachtet das gerissen Stück Gummi. Meine Haare vielen locker auf die Schultern nieder und ich kramte in meiner Tasche, ich musste ein Haargummi finden! ,,Alles gut?" fragte Remus lachend. ,,Ja, mir ist nur das Haarband gerissen" antwortete ich ebenfalls lachend. Wir waren am Eingang des Stadions angekommen und traten nacheinander durch den kleinen Holzeingang. Remus ging vor mir die Treppen hoch und ich versuchte, nach ihm, bloß nicht hinzufallen. Unter Tollpatschigkeit im Wörterbuch steht ganz groß: FRIDA GENZ!!! Doch ich kam heil ganz oben auf den Tribüne an und setze mich neben Remus auf die Holzbänke. Der Wind zischte mir durch die Haare und ich hatte immer noch kein Haargummi gefunden. Da ich auch keins finden würde zog ich einfach meinen Zauberstab heraus nahm meine Haare zu einem einfachem Pferdeschwanz zusammen und zwirbelte den Zauberstab zusammen mit den Haaren ineinander und steckte ihn dann fest. Ich zupfte noch an ein paar Strähnen und sah dann wieder hoch. Remus hatte mich die ganze Zeit genau beobachtete und sah nun wieder schnell weg. Ich nahm einen Schluck Kaffee aus meinem Becher und sah Remus im Augenwinkel gähnen. Ich grinste und hielt ihm denn Becher hin. ,,Willst du nen Schluck?" fragte ich ihn. Remus nahm den Becher dankbar an und ihm war es egal das ich schon daraus getrunken hatte oder kleine Lippenstiftreste an der Öffnung waren. Er nahm einen Schluck und ich sah wie sich sein Adamsapfel bewegte. Dann schluckte er den Kaffee runter und gab ihn mir wieder zurück, ,,danke" Der Wind zog durch die Bäume, die man von hier oben gut erkennen konnte. Mein Blick schweifte über das Spielfeld. Es war oval und unten am Boden war alles mit Sand aufgefüllt. Rechts und Links jeweils in ca. 20 Metern Höhe standen Kreisrunde Öffnungen. Dort wurde der Quaffel durch geworfen. Das Stadium füllte sich mehr und mehr, es wurde immer voller und viele Schüler saßen jetzt um uns drumherum. Ich konnte leider jedoch noch niemanden aus unserer Freundesgruppe. ,,Frida?" stammelte Remus leise. ,,Ja?" Fragte ich ihn lächelnd, doch als ich seinen Blick sah verflog es schnell wieder. Mein Herz zog sich zusammen und ich bekam trotz Remus seiner warmen Jacke Gänsehaut. ,,Hey, was ist los?" fügte ich besorgt schauend hinzu und legte meine Hand auf seinen Oberarm. Seine Oberarme waren kräftig und ich konnte seine Muskel unten der Jacke spüren ,,Also, ich....Äh, also ich, können wir reden?" stottert er nervös. ,,Ja natürlich, über was?" fragte ich ihn.
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