Kapitel 108

1393 Worte

Mayas Sicht Ich erwachte vom Geruch von Rauch – nicht von Feuer, sondern von kaltem, wie Asche, die im Wind klebt. Die Welt außerhalb des Verstecks hatte sich verändert. Krieg war kein Schatten mehr – er war der Sturm. Und wir standen mitten in seinem Auge. Lukas war schon aus dem Bett verschwunden, aber die Laken waren noch warm. Ich setzte mich langsam auf, mein Körper schmerzte von zu vielen Nächten Schlaf, durchzogen von Angst und Hitze. Meine Haut erinnerte sich noch an seine Berührung – das Chaos der letzten Nacht, die Geständnisse, die wir uns wie betende Sünder in den Mund geworfen hatten. Ich wusste nicht einmal mehr, ob es Liebe oder Verzweiflung war. Aber eines wusste ich: Ich durfte ihn nicht verlieren. Nicht schon wieder. Die Tür knarrte. Ich blickte auf. Er trat ein, da

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