Mayas Sicht Die Stille, nachdem Alphas Stimme verklungen war, war keine Stille. Es war ein Sturm, der vorgab, still zu sein. Ich saß zusammengekauert an der kalten Wand der Wartekammer, meine Finger zitterten, die Augen auf den rauschbehafteten Monitor gerichtet, auf dem ihre letzte Nachricht geflackert hatte: Du kannst nicht töten, woraus du geboren wurdest. Vierzig Stunden. Mehr blieben uns noch. Lukas stand mit verschränkten Armen auf der anderen Seite des Raumes und ging auf und ab. Sein Hemd war blutdurchtränkt – nicht seines –, und die Wunde an seiner Schulter von der letzten Explosion hatte nicht aufgehört zu bluten. Ich hätte mich darum kümmern sollen, hätte alles tun sollen, außer hier zu sitzen wie eine zerbrochene Hülle. Aber ich hatte Angst, ihn zu berühren. Angst, dass be

