Mayas Sicht Drei Wochen ohne Strom. Drei Wochen Stille, Schatten und das ferne Summen des frostigen Windes, der über die Tundra vor dem Unterschlupf fegte. In der ersten Woche sprach ich kaum. In der zweiten schrie ich in die eisige Dunkelheit, bis meine Stimme brach und blutete. Beim dritten Mal ließ ich mich von Lukas festhalten – ließ mich von ihm daran erinnern, dass ich nicht nur aus Muskeln und Gedächtnis, Code und Konsequenzen bestand. Wir waren hier sicher. Vorerst. Die Welt hatte sich verändert. Karas Gipfel war unter der Last seines eigenen Ehrgeizes zusammengebrochen. Die Datenlöschungen waren global. Oracles Wurzeln waren versengt. Aber versengt hieß nicht verloren. Wir saßen auf einem Drahtseil. Und ich konnte es beben fühlen. Lukas kam von einem Erkundungsgang zurück

