Die Nacht vom 4. auf den 5. Januar war rabenschwarz, nur das schwache, grüne Glühen des Armaturenbretts und das gelegentliche, silberne Aufblitzen von Schneeflocken im Scheinwerferlicht durchbrachen die endlose Dunkelheit. Der SUV fraß Meile um Meile der texanischen Nebenstraßen – schmale, vergessene Asphaltbänder, die sich durch flache, verschneite Ebenen zogen, vorbei an verlassenen Farmen und rostenden Silos. Der Motor brummte tief und gleichmäßig, ein beruhigendes Summen gegen die Stille der Flucht. Sie hatten in aller Eile gepackt – nur das Allernötigste: dicke Bündel Bargeld in einer Blechdose, ein paar praktische Kleidungsstücke für den Notfall, die vertraute Tasche mit den Toys (Vibratoren, Gleitgel, Seile – Relikte ihrer Intimität), Decken, Wasserflaschen und haltbare Lebensmitte

