V-5

2013 Worte

„Soll ich sie ansprechen?“ fragte Lola, ratlos, und blieb stehen. Da erhob sich Geschrei und Singen; aus der Seitengasse vor ihnen brachen Laufende; geballt wälzte sich’s hinterher; und die Pferde der Gendarmen stiegen und sanken über der Menge, wie Schiffe im Sturm. Er brauste gegen die beiden Frauen heran; sie sahen in schwarz geöffnete Münder, in Gesichter, die von nichts wußten, als von dem Schrei, den sie ausstießen. Sie schrien: „Es lebe Ricchetti!“ Und Claudia, in ein Tor gedrückt, mit ihrer kleinen gellen Vogelstimme: „Nein! Es lebe Pardi!“ Vorüber. Betäubt kehrten die Frauen auf die Straße zurück: sie lag breit und leer, mit dem Dreimaster eines Carabiniere mitten auf dem Pflaster. „Ich höre einen Wagen,“ sagte Lola. „Komm rasch!“ Aber Claudia entgegnete starr: „Es ist unn

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