Tia betrat ihre Wohnung und hängte den Schlüssel an einen Haken neben der Tür, bevor sie aus ihrer Winterjacke schlüpfte und die Stiefel von den Füßen strich. Draußen war es so erbärmlich kalt, dass sie erst jetzt merkte, dass ihre Finger schon leicht taub geworden waren. An sich wollte sie nur bessere Sachen für den Flüchtling holen und auch etwas mehr zum Essen, doch sie wusste noch nicht, wie sie ihr Verhalten ihrer Mitbewohnerin Franziska erklärte. Sie seufzte schwer, als sie schon die feucht fröhliche Unterhaltung aus dem Wohnzimmer hörte. Anscheinend hatten sie Besuch. Ein Umstand, der das Ganze nicht gerade besser machte, doch sie betrat dennoch das Wohnzimmer, das unmittelbar an den kleinen Flur angrenzte, der an sich wirklich nur so viel Platz hatte, dass man Schuhe und Jacken da

