ANN Es ist früher Nachmittag und wie zwei Teenager, die die Schule schwänzen, liegen wir wieder im Bett. Es ist warm und dunkel, und wir haben uns unter den Decken aneinandergekuschelt. Rian liegt auf der Seite, auf seinen Ellbogen gestützt, und sieht mich an. Ich trage nur ein Höschen und ein T-Shirt. Seine Hand wandert über meinen Körper, während sein Blick den meinen festhält. Es ist das Eigenartigste überhaupt. Wir hatten schon lange keinen s*x mehr – vielleicht eine Woche – und doch habe ich mich ihm noch nie näher gefühlt. Eine wortlose Zärtlichkeit liegt zwischen uns. Dieselbe, die früher immer dann auftauchte, wenn wir uns nach dem Liebesspiel in den Armen lagen. Nur dass sie jetzt ständig da ist. Vielleicht wusste die Therapeutin doch, wovon sie sprach? „Vielleicht sollte ich

