Kapitel 2-1

2667 Worte
KAPITEL ZWEI »Es gibt nichts, worüber du dir Sorgen machen müsstest«, sagte Korum, um sie zu beruhigen, während er einen weißen Punkt an Mias Schläfe befestigte. »Sie werden dich genauso lieben wie ich.« Mia spielte nervös mit einer Haarsträhne, bevor sie sie letztendlich hinter ihr Ohr strich. »Wird es ihnen nichts ausmachen, dass ich ein Mensch bin?« »Nein, wird es nicht«, versicherte er ihr. »Sie wissen schon alles über dich, und sie sind sehr glücklich darüber, dass ich jemanden gefunden habe, der mir so viel bedeutet.« Nachdem sie von der Arbeit gekommen war, hatte Korum sie damit überrascht, dass er sie gerne seiner Familie vorstellen wollte. Und deshalb war er gerade dabei, sie mit sich an den virtuellen Ort zu nehmen, an dem sie seine Eltern treffen würden. Die Umgebung war vermutlich ziemlich realitätsnah, und sie würde in der Lage sein, mit seinen Eltern genauso zu interagieren, als würde sie sie persönlich treffen. Der Ort des Treffens war auf Krina. »Bist du sicher, dass ich mich nicht umziehen sollte?« Mia wusste, sie wollte nur ablenken, aber sie hatte lächerlicherweise Angst. »Und wird deine Mutter nichts dagegen haben, dass ich eure Familienkette trage?« »Du siehst wunderschön aus, und die Kette steht dir perfekt«, sagte er entschieden. »Meine Mutter wird sich freuen, sie an dir zu sehen; sie hat sie mir ausdrücklich zu diesem Zweck gegeben – um sie der Frau zu schenken, in die ich mich letztendlich verlieben würde.« Mia atmete tief durch und versuchte, ihren rasenden Herzschlag zu kontrollieren. »Alles klar, dann wäre ich bereit.« Zumindest so bereit, wie sie überhaupt nur sein konnte, wenn es darum ging, die Eltern ihres außerirdischen Liebhabers zu treffen – die Tausende von Lichtjahren entfernt lebten. Korum lächelte, und die Welt um sie herum verschwamm. Mia wurde schwindelig, und sie schloss ihre Augen. Als sie sie wieder öffnete, stand sie in einem großen, luftigen Gebäude, welches sie vage an Korums Haus in Lenkarda erinnerte. Von innen war es komplett durchsichtig, so dass sie draußen unbekannte Pflanzen sehen konnte. Der größte Teil der Flora war in dem vertrauten Grün, aber es gab auch viel Rot, Orange und Gelb, und diese Kombination der Farben sah einfach wunderschön aus. Die Inneneinrichtung des Gebäudes strahlte das gleiche Zen-Gefühl aus wie Armans Haus. Alles war in einem wunderschönen Cremeton gehalten, und das Sonnenlicht, welches durch die transparente Decke strömte, wurde von dem beeindruckenden Blumengebinde in der Mitte des Raumes reflektiert – dem einzigen Farbtupfer in dieser ansonsten puristischen Umgebung. Die Blumen schienen direkt aus dem Boden zu wachsen, und an den Mauern befanden sich einige der vertrauten schwebenden Bretter, die als Multifunktionsmöbel dienten. »Es ist wirklich schön hier«, flüsterte Mia und schaute sich weiter im Raum um. »Ist das das Haus deiner Eltern?« Korum nickte und lächelte. Er sah sehr zufrieden aus. »Das hier ist das Haus, in dem ich aufgewachsen bin«, erklärte er ihr und streckte sich nach ihrer Hand aus, um sie zu drücken. Wie immer erwärmte seine Berührung sie innerlich, und sie staunte erneut darüber, wie real sich alles in der virtuellen Welt anfühlte. Aus irgendeinem Grund schien das hier sogar noch überzeugender als der Klub zu sein, in welchen er sie einmal entführt hatte, um ihre Fantasie zu befriedigen. Alle ihre Sinne waren angespannt, so als sei sie wirklich körperlich hier auf diesem Planeten in einer anderen Galaxie. Mia atmete tief ein und bemerkte, dass die Luft hier ein wenig dünner war als die, an die sie gewöhnt war, etwa so, als würde sie sich in hoher Höhe befinden. Ihr war auch ein wenig schwindelig, und sie hoffte, sich schnell daran zu gewöhnen. Die Temperatur war angenehm warm, und es schien eine leichte Brise von irgendwoher zu wehen, obwohl sie sich in einem Gebäude befanden. Außerdem lag ein exotischer, aber sehr anziehender Duft in der Luft. Wahrscheinlich von den Blumen, entschied Mia. Das Aroma war fast … fruchtig. Sie hatte noch nie so etwas gerochen. Als Mia ihre Umgebung betrachtete, löste sich eine der Wände auf, und eine krinarische Frau kam herein. Sie war groß und schlank, mit den langen Beinen eines Models und glänzendem, schwarzem Haar. Ihre Augen waren genauso warm und bernsteinfarben wie Korums. Das konnte nur seine Mutter sein; die Ähnlichkeit zwischen ihnen war nicht zu übersehen. Als sie sie dort stehen sah, breitete sich auf ihrem Gesicht ein strahlendes Lächeln aus. »Mein Kind«, sagte sie leise, und ihre Augen leuchteten voller Liebe, als sie ihren Sohn anschaute, »Ich freue mich so sehr, dich zu sehen.« Wie bei allen Krinar war es unmöglich, ihr Alter zu bestimmen; sie sah nicht älter aus als fünfundzwanzig. Korum ließ Mias Hand los, durchquerte den Raum und umschloss seine Mutter in einer zärtlichen Umarmung. »Ich auch, Riani, ich auch …« Mia beobachtete ihre Vereinigung und fühlte sich dabei wie ein Eindringling in einem familiären, privaten Moment. Sie konnte sich gar nicht vorstellen, wie es für seine Eltern sein musste, dass ihr Sohn so weit entfernt lebte. Ja, sie konnten sich virtuell treffen, aber sie vermissten es wahrscheinlich trotzdem noch, ihn wirklich bei sich zu haben. Korum drehte sich zu Mia um, lächelte sie an und sagte: »Komm her, mein Liebling. Ich möchte dich gerne meiner Mutter vorstellen.« Mia erwiderte sein Lächeln und ging auf sie zu. Ihr fiel auf, wie die Krinarin sie von Kopf bis Fuß betrachtete. Ihre Handflächen wurden schweißnass. Was dachte diese umwerfende Frau? Fragte sie sich, weshalb ihr Sohn bei einem Menschen gelandet war? Mia hielt mit einem kleinen Abstand zu ihnen an und verstärkte ihr Lächeln. »Hallo«, sagte sie, unsicher, ob sie sich ausstrecken und die Wangen der Krinarin berühren sollte. Sie hatte in den letzten Wochen gelernt, dass das die normale Begrüßung unter krinarischen Frauen war. Korums Mutter hatte keine Bedenken dieser Art. Sie hob ihre Hand und berührte zärtlich Mias Wange. »Hallo, meine Liebe. Ich freue mich sehr darüber, dich endlich kennenzulernen.« »Riani, das ist Mia, mein Charl«, sagte Korum. »Mia, das ist Riani, meine Mutter.« »Es ist sehr schön, Sie endlich kennen zu lernen, Riani.« Mia begann, sich wohler zu fühlen. Trotz ihrer strahlenden Schönheit und ihres jugendlichen Aussehens strahlte diese Frau etwas aus, was sehr beruhigend war. Fast mütterlich, dachte Mia und lächelte innerlich. »Wo ist Chiaren?«, fragte Korum seine Mutter. »Er wird jeden Moment hier sein«, antwortete sie und bewegte ihre Hand. »Er hat sich bei der Arbeit verspätet. Mach dir keine Sorgen – er weiß, dass du hier bist.« Chiaren musste wohl Korums Vater sein, dachte Mia. Es war interessant, dass er seine Eltern mit ihren Vornamen ansprach, auch wenn es Sinn ergab. So lange, wie die Krinar lebten, waren die Grenzen zwischen den Generationen wahrscheinlich weniger deutlich als bei den Menschen. Obwohl Korum ihr einmal erzählt hatte, dass seine Eltern viel älter waren als er, schätzte sie, dass der Unterschied von zweitausend Jahren zu mehreren tausend Jahren nicht wirklich dramatisch war. Ein leises »Wuuusch« unterbrach Mias Überlegungen. Sie drehte ihren Kopf zur Seite und sah, wie die Wand sich erneut öffnete. Ein dunkler, gutaussehender Krinar in der typischen krinarischen Kleidung kam herein. Er durchquerte schnell den Raum, hob seine Hand und begrüßte seinen Sohn, indem er mit seiner Handfläche Korums Schulter berührte. Korum erwiderte diese Geste, schien aber sehr viel zurückhaltender zu sein, als er das bei seiner Mutter gewesen war. »Chiaren«, sagt er ruhig. »Ich freue mich, dass du es geschafft hast, zu kommen.« Irgendetwas in seinem Ton überraschte Mia. Gab es Spannungen zwischen Vater und Sohn? Sein Vater nickte leicht. »Das ist doch selbstverständlich. Ich würde mir doch deinen Besuch nicht entgehen lassen.« Dann wandte er seine Aufmerksamkeit Mia zu, legte seinen Kopf schief und betrachtete sie mit einem unleserlichen Gesichtsausdruck. Mia schluckte, da sie dringend ihren plötzlich trockenen Hals befeuchten musste. Chiarens Haltung, sein leicht spöttisch verzogener Mund – das kam ihr alles sehr bekannt vor. Korum mochte zwar das Aussehen seiner Mutter geerbt haben, aber er hatte definitiv auch einige Charakterzüge seines Vaters abbekommen. Sie fand den Krinar mit seinem kalten, dunklen Blick und dem Fehlen jeglicher sichtbarer Gefühlsäußerung ein wenig furchteinflößend. Er erinnerte sie an Korum, als sie ihm zum ersten Mal begegnet war. »Chiaren, das ist Mia«, sagte Korum, ging zu ihr und legte besitzergreifend seinen Arm um ihren Rücken. »Sie ist mein Charl. Mia, das ist mein Vater, Chiaren.« Der Krinar lächelte und schien plötzlich gar nicht mehr so unnahbar zu sein. »Wie schön«, sagte er freundlich. »So ein hübsches Mädchen hast du da. Wie alt bist du, Mia? Du scheinst jünger zu sein, als ich erwartet habe.« »Ich bin einundzwanzig«, antwortete ihm Mia, die wusste, dass sie wahrscheinlich aussah, als sei sie noch keine zwanzig Jahre alt. Das war ein weit verbreitetes Problem bei jemandem, der so klein war – ein Problem, mit dem sie jetzt wohl für immer leben musste. Chiarens Lächeln verstärkte sich. »Einundzwanzig …« Mia errötete, als sie verstand, dass sie für ihn kaum älter als ein Kind war. Und im Vergleich zu ihm war das auch richtig. Trotzdem wäre es ihr lieber gewesen, wenn er nicht so amüsiert ausgesehen hätte. »Mia, Liebes, erzähl uns doch ein wenig von dir«, bat Riani mit einem warmen und ermutigenden Lächeln. »Korum hat uns erzählt, dass du das Gedächtnis erforschst? Stimmt das?« Mia nickte und wandte ihre Aufmerksamkeit Korums Mutter zu. Sie war sich noch nicht sicher, was sie von Korums Vater zu halten hatte, aber sie hatte definitiv begonnen, Riani zu mögen. »Das mache ich«, bestätigte sie. »Ich habe diesen Sommer angefangen, mit Saret zu arbeiten. Davor habe ich an einer unserer Universitäten im Hauptfach Psychologie studiert.« »Und wie gefällt es dir bis jetzt? Dein Praktikum?«, fragte Chiaren. »Ich kann mir vorstellen, dass es sich stark von dem unterscheidet, was du davor gemacht hast.« Er schien wirklich neugierig zu sein. »Ja, das tut es«, gab Mia zu. »Ich lerne eine ganze Menge.« Da sie sich jetzt viel mehr in ihrem Element fühlte, erzählte sie ihnen alles über ihre Arbeit im Labor, und ihre Augen leuchteten auf, als sie ihnen von ihrem Prägungsprojekt erzählte. Danach fragte Riani sie über ihre Familie aus, wobei sie besonders an der Tatsache interessiert zu sein schien, dass Mia eine Schwester hatte. Überaus faszinierend fand sie außerdem Marisas Schwangerschaft, und sie hörte aufmerksam zu, als Mia ausführlich darüber berichtete, was für Probleme ihre Schwester gehabt hatte, bevor Ellet ihr geholfen hatte. Chiaren fragte nach Mias Eltern, ihren Berufen und wie der Beitrag eines Menschen für die Gesellschaft normalerweise gemessen wurde. Also sprach Mia eine Weile über die Rolle der Lehrer und Professoren im amerikanischen Bildungssystem. Und in kürzester Zeit fand sie sich in einer lebhaften Diskussion mit Korums Eltern wieder. Sie erfuhr, dass sie seit fast dreitausend Jahren zusammen waren und dass Riani fast 500 Jahre älter war als ihr Partner. Im Gegensatz zu Korum, der seine Leidenschaft für technologische Entwicklungen schon sehr früh entdeckt hatte, waren Riani und Chiaren Dabbler, wie eigentlich die meisten Krinar. Anstatt sich auf ein bestimmtes Gebiet zu spezialisieren, wechselten sie häufig ihre Berufe und Schwerpunkte, ohne jemals irgendwo einen Expertenstatus zu erreichen. Deshalb waren sie in der Gesellschaft zwar gut angesehen, hatten es aber nie auch nur ansatzweise geschafft, in den Rat zu kommen. »Ich bin mir nicht sicher, wie wir es geschafft haben, so ein intelligentes und ehrgeiziges Kind zu zeugen«, vertraute Riani ihr grinsend an. »Das war mit Sicherheit nicht so beabsichtigt.« Als er den verwirrten Ausdruck auf Mias Gesicht sah, erklärte ihr Chiaren: »Wenn ein Paar sich dazu entschlossen hat, ein Kind zu bekommen, dann passiert das normalerweise sehr kontrolliert. Sie wählen die optimale Kombination der körperlichen Eigenschaften und intellektuellen Fähigkeiten aus, konsultieren führende Medizinexperten …« »Die meisten Krinar sind Designerbabys?« Mia bekam riesengroße Augen, als ihr das klar wurde. Das erklärte auch, warum alle Krinar, die sie jemals getroffen hatte, so gutaussehend waren. Sie hatten durch diese Form der genetischen Selektion ihrer Kinder die Kontrolle über ihre eigene Evolution übernommen. Das ergab ganz eindeutig Sinn. Jede Kultur, die fortschrittlich genug war, ihren eigenen genetischen Code zu verändern – so wie die Krinar das getan hatten, um ihre Abhängigkeit vom Blut loszuwerden –, konnte mit Leichtigkeit festlegen, welche Gene sie ihrem Nachwuchs mitgeben wollte. Mia war überrascht, dass sie darauf nicht schon früher gekommen war. Chiaren stutzte. »Dieses Wort ist mir unbekannt …« »Ja, genau«, antwortete Korum und lächelte Mia an. »Nur wenige Eltern möchten genetisches Roulette spielen, nicht, wenn es einen besseren Weg gibt.« »Aber wir haben es getan«, sagte Riani und schaute dabei ein wenig verlegen aus. »Ich wurde ungeplant schwanger – einer der wenigen Unfälle, die in unserer Rasse in den letzten zehntausend Jahren vorgekommen sind. Wir sprachen darüber, ein Kind zu bekommen, und setzten beide unsere Verhütungsmittel ab, da wir ein Labor aufsuchen wollten, genauso wie alle anderen Paare, die wir kannten. Statistisch gesehen liegen die Chancen, im ersten empfängnisbereiten Jahr schwanger zu werden, bei etwa eins zu einer Million. Da ich mich während dieser Zeit gerade sehr intensiv mit Musik beschäftigte und mich völlig dem Gesang verschrieben hatte, verschoben wir unseren Laborbesuch um ein paar Monate nach hinten. Und als der Medizinexperte mich endlich sah, war ich schon drei Wochen schwanger mit Korum.« »Ich bin ein Rückschlag, wie du siehst«, sagte Korum lachend. »Sie hatten keine Kontrolle darüber, welche genetischen Charakteristika meiner Vorfahren ich erben würde.« Mia grinste ihn an. »Na, ich denke, dass es ziemlich offensichtlich ist, von wem du das Aussehen geerbt hast.« Er hätte Rianis Zwillingsbruder sein können, anstatt ihr Sohn. »Es ist sein Ehrgeiz, der uns irritiert«, sagte Chiaren und warf seinem Sohn einen unleserlichen Blick zu. »Der kam einfach aus dem Nichts …« Korums Augen verengten sich leicht, und Mia spürte, dass das wahrscheinlich der Streitpunkt zwischen Vater und Sohn war. Sie beschloss, Korum später darüber auszufragen. Jetzt wollte sie erst einmal mehr über dieses Detail wissen, das sie gerade über ihren Liebhaber erfahren hatte. »Also bist du kein Designerbaby, was?«, zog sie ihn lächelnd auf. »Nein.« Korum grinste. »Ich bin so natürlich, wie es nur geht.« »Na ja, du bist ja auch so perfekt auf die Welt gekommen«, meinte Mia und betrachtete seine wunderschöne, männliche Erscheinung. Sie konnte sich gar nicht vorstellen, wie er noch besser hätte aussehen können. Zu ihrer Überraschung schüttelte Korum seinen Kopf. »Nein, das bin ich nicht wirklich. Ich habe einen kleinen Makel.« »Was?« Mia starrte ihn entsetzt an. Dieser hinreißende Mann hatte einen Makel? Wo hatte er ihn die ganze Zeit versteckt? Er lachte und zeigte auf sein Grübchen in der linken Wange. »Ja, genau hier. Siehst du das?« Mia schaute ihn ungläubig an. »Dein Grübchen? Wirklich?« Er nickte, und seine Augen funkelten belustigt. »Das wird bei den Krinar als eine Missbildung angesehen. Aber ich habe gelernt, damit zu leben. Offensichtlich mögen manche Frauen sie sogar.« Sie mögen? Mia liebte sein Grübchen und sagte ihm das auch genau so, was ihn und seine Eltern zum Lachen brachte. »Wir sollten jetzt wohl langsam mal gehen«, sagte Korum nach einer Weile. »Es ist Zeit fürs Abendbrot, und Mia muss noch ein wenig Schlaf bekommen, bevor sie morgen wieder früh aufstehen muss, um zur Arbeit zu gehen.« »Natürlich.« Riani warf ihr einen warmen, verständnisvollen Blick zu. »Ich weiß, dass Menschen schneller ermüden …« Mia öffnete ihren Mund, um zu protestieren, änderte dann aber ihre Meinung. Das stimmte ja, auch wenn sie gerade nicht besonders müde war. Stattdessen sagte sie: »Es hat mich sehr gefreut, Sie kennenzulernen, Riani – und Chiaren. Und es hat mir sehr viel Spaß gemacht, mich mit Ihnen zu unterhalten.« »Uns auch, Liebes, uns auch.« Riani berührte wieder sanft ihre Wange. »Wir hoffen, dass wir dich bald wiedersehen.« Mia lächelte und nickte zustimmend. »Auf jeden Fall. Ich freue mich schon darauf.« »Es war schön, dich kennen zu lernen, Mia«, sagte Korums Vater und lächelte sie an. Dann drehte er sich zu Korum um und fügte hinzu: »Und es war auch schön, dich zu sehen, mein Sohn.« Korum nickte leicht. »Bis zum nächsten Mal.« Dann verschwamm wieder alles um sie herum, und Mia musste erneut ihre Augen schließen. Als sie sie wieder öffnete, waren sie schon zurück in Korums Haus in Lenkarda.
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