Licht über Schatten-1a

880 Worte

Das Siegel pulsierte unter meinen Handflächen und glühte weiß. Mir stockte der Atem. „Chase!“, rief ich und hörte meine Stimme kaum über das Tosen der zusammenbrechenden Schatten. „Ich bin hier!“, rief er zurück, seine Finger umklammerten meinen Arm wie eine Rettungsleine. Der Schrei des Netherkönigs war nicht aus Wut – er war aus Angst. Er wand sich am Himmel, seine schwarzen Flügel entfalteten sich, seine Gestalt flackerte wie Rauch. „Du bist nichts ohne die Dunkelheit“, zischte er. „Du wurdest aus ihr geboren.“ Ich fasste mich. „Ich wurde aus beidem geboren.“ Der Herzstein flammte auf – nicht mehr rissig, nicht mehr unsicher. Jede Erinnerung durchströmte mich. Mamas Lachen. Chases Hände, die mich aus dem Fluss zogen. Meine eigenen Tränen über jedes Opfer. Sie strömten ins Licht. Da

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