Die Halle war von Schatten und Stille erfüllt. Jeder Schritt hallte in der Leere wider. Meine Stiefel kratzten über den kalten Steinboden – und einen Moment lang glaubte ich, meinen Atem in der Luft wirbeln zu sehen, die sich dicker als sonst anfühlte. „Storm“, flüsterte Chase hinter mir. „Bist du sicher, dass wir uns hier hinsetzen sollten?“ Ich blieb im Türrahmen stehen. Vor uns stand ein Thron. Er war aus Obsidian und Mondlicht gehauen. Der Sitz wirkte weich, verlockend – als lade er zum Ausruhen ein. Doch als ich die Armlehnen betrachtete, waren sie wie Stacheldrahtzäune. „Denn wenn du dich erst einmal hingesetzt hast“, sagte ich langsam, „nimmst du mehr als nur Macht.“ Chase antwortete nicht. Seine Augen folgten mir. Ich näherte mich. Mein Herz hämmerte. Die Splitter des Herzstei

