Der Durchgang-1b

881 Worte

Ich trete zurück, die Fackel hoch erhoben, und meine Hand zittert so sehr, dass ich fürchte, sie könnte fallen. Die Augen sind knapp jenseits meines Lichts – dunkel, schwach glühend – regungslos. Sie beobachten mich. Chase tritt neben mich, die Hand auf seinem Schwert. „Storm.“ Seine Stimme ist leise, eindringlich. Ich schlucke schwer. „Wir sind nicht allein.“ Die Wächter hinter den Säulen bewegen sich. Steinbeine oder Fleischbeine? Ich kann es nicht sagen. Sie bewegen sich lautlos, geisterhaft, treten ins Halblicht. Auch die eingemeißelten Wächter an der Wand scheinen sich zu bewegen – Linien verziehen sich, Spiralen strecken sich dem Leben entgegen. Ich hebe meine Fackel und rufe mit widerhallender Stimme: „Zeigt euch! Tretet hervor!“ Stille. Dann ein langsamer, keuchender Atemzug,

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