Der Rand des Verrats-1b

567 Worte

Der weiße Flammenstrahl zuckte wie ein Blitz durch mein Blickfeld. Ich taumelte zurück und hielt mir die Hand vors Gesicht, als der versiegelte Korridor mit einem ohrenbetäubenden Krachen aufbrach. Stein zersplitterte, Staub lag in der Luft. Chase warf sich über mich, seine Arme wie ein Schild. Dann Stille. Langsam legte sich der Staub. Ich stemmte mich hustend hoch. Die Luft war sengend – metallisch, wie verbranntes Ozon. Mein Blick hustete zu dem zerbrochenen Gang. Natalie war verschwunden. Die Scherbe auch. Nur schwelender Brandfleck war zurückgeblieben … und die Schatten. Sie bluteten aus dem Riss im Siegel, keine dünnen Ranken mehr, sondern dickere, sich windende Windungen, die wie Vipern über den Steinboden glitten. „Sie hat es zerbrochen …“, sagte Chase leise mit rauer Stimme. „

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