17 Nora Nach diesem Tag verändert sich meine Beziehung zu Beth unterschwellig, aber bemerkbar. Sie ist nicht mehr so entschlossen, mich aus allem herauszuhalten, und langsam lerne ich die Person hinter den dornigen Mauern kennen. »Ich weiß, du denkst du hast es schwer«, sagt sie eines Tages, als wir angeln sind, »aber glaub mir Nora, Julian mag dich wirklich. Du solltest froh sein, jemanden wie ihn zu haben.« »Froh? Warum?« »Weil, egal, was Julian getan hat, er ist kein wirkliches Monster«, erwidert Beth ernst. »Er handelt nicht immer so, wie es in unserer Gesellschaft akzeptabel ist, aber er ist nicht böse.« »Nein? Was ist dann böse?« Ich bin wirklich neugierig, wie Beth dieses Wort definiert. Julians Handlungen sind für mich der Inbegriff dessen, was ein böser Mann machen würde – u

