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Wellen der Begierde

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Verbotene
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Drama
Büro/Arbeitsplatz
Kleinstadt
Krieg
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Ein Kreuzfahrtschiff. Ein verbotener Blick. Und ein Begehren, das Regeln bricht.

Lina Berger wagt einen Neuanfang als Housekeeping-Crew auf der luxuriösen MS Solstice. Sie ist jung, zierlich, unsicher – und spürt vom ersten Tag an, dass unter den polierten Decks ein gefährliches Spiel aus Nähe, Sehnsucht und Tabus tobt.

Als ihr Blick sich mit dem des verschlossenen Ersten Offiziers Ethan Moreau kreuzt, gerät ihre Welt aus dem Gleichgewicht. Seine Dominanz ist einschüchternd, seine Augen lesen jeden Zweifel, jede heimliche Hoffnung. Doch auf dem Schiff gelten strenge Regeln: Keine Beziehungen, keine Liebe.

Zwischen Enge, Verboten und dem stetigen Sog des Meeres wächst eine Anziehung, die alles zu zerstören droht, was Lina kennt – und alles entfacht, was sie je gefühlt hat.

Jede Berührung ist ein Risiko. Jeder Kuss eine kleine Katastrophe. Und jede Nacht bringt Lina näher an die Grenzen ihrer eigenen Begierde.

Kann sie sich selbst treu bleiben, wenn das größte Tabu nach ihr greift?

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An Bord
Ich wusste nicht, ob es die Hitze war oder mein Herzschlag, der mir Schweiß auf die Stirn trieb. Der Asphalt vor dem Crew-Terminal flimmerte, mein Rollkoffer klapperte ungeduldig über die Pflastersteine, und irgendwo zwischen meinem Schulterblatt und dem Rucksackriemen pochte ein Muskel, als wollte er mir etwas sagen. Vielleicht: Jetzt gibt’s kein Zurück mehr, Lina. Vor mir: ein Schild mit dem Logo der Reederei. Hinter mir: die letzten Wochen meines alten Lebens. Und irgendwo ganz dazwischen: ich. Mit verwaschener Jeans, hellblauem T-Shirt und einem leichten Zittern in den Knien. Ich hatte es tatsächlich geschafft. Die Bewerbung, das Zoom-Interview mit dieser zu perfekt lächelnden HR-Frau, der Sprachtest, die medizinische Untersuchung. Alles hatte sich angefühlt wie ein Spiel, das ich nie gewinnen würde. Und dann: die Zusage. Eine nüchterne E-Mail mit dem Boarding-Datum. Ich hatte sie dreimal gelesen. Dann noch mal. Dann bin ich einfach nur gesessen, minutenlang, und hab versucht, mein Grinsen zu verbergen. Auch wenn niemand da war. War das Mut? Oder bloß Flucht? Ich war nicht hergekommen, um mich zu verlieben. Ich wollte raus. Weg. Luft holen. Mich wieder spüren. Keine festen Pläne – nur die Hoffnung, dass irgendwo da draußen etwas auf mich wartete, das mich wieder ganz machte. „First time?“ Die Stimme riss mich aus meinen Gedanken. Eine Frau, vielleicht Mitte dreißig, dunkler Dutt, Trillerpfeife am Band. Crew-T-Shirt mit Namensschild. Ich nickte. „Pass, Boarding-Email und Impfnachweise, bitte.“ Ich reichte alles zögerlich hin, und sie nahm es mit geübter Routine. Kein Lächeln. Kein Aufhebens. Nur ein genervtes „Hinter dir anschließen und warten, bis dein Name aufgerufen wird.“ Also wartete ich. Und atmete. Und dachte an nichts – oder zu viel. In mir mischten sich Aufregung und ein seltsam flatterndes Gefühl, das irgendwo tief in meinem Bauch saß. Nicht Angst, nicht Freude. Eher… Erwartung. Wie vor einem Sprung ins Wasser, ohne zu wissen, ob es warm ist oder kalt. Als endlich mein Name fiel, folgte ich einem jungen Mann mit Tablet in der Hand und Sonnenbrand im Nacken. Wir gingen an einer endlosen weißen Bordwand entlang, dann eine Rampe hoch. Metall unter meinen Füßen. Es vibrierte leicht. Und plötzlich war da dieses Geräusch: das sanfte Brummen eines Schiffes, das lebt. Ich war an Bord. Der Empfangsbereich war kleiner als erwartet. Eng. Überall Koffer, Stimmen, Uniformen. Ich fühlte mich wie ein Kind am ersten Schultag. Verloren, unpassend bekleidet, zu ehrlich aufgeregt. Mein T-Shirt klebte mir am Rücken, und ich fragte mich, ob man meine Unsicherheit roch. Dann sah ich ihn. Er stand ein paar Meter entfernt, halb im Schatten, halb im Licht. Die Uniform saß perfekt, fast schon provozierend makellos, aber nicht steif – als wäre sie ein Teil von ihm. Er hatte die Arme hinter dem Rücken verschränkt, seine Haltung ruhig, kontrolliert, fast wie ein Standbild, das atmet. Sein Blick ging über uns hinweg – oder durch uns hindurch? – wachsam, ja, aber nicht suchend. Als wüsste er längst, was er sehen wollte. Oder wen. Und trotzdem… ich sah ihn. Es war, als hätte sich die Luft verändert. Als hätte mein Körper schneller reagiert als mein Verstand. Mein Magen zog sich leicht zusammen, mein Atem stockte einen Moment. Es war nichts, und doch alles. Sein Blick hatte mich nicht gestreift, nicht ein einziges Mal. Und trotzdem war da ein Ziehen, irgendwo tief unter meinem Brustbein. Etwas hatte sich verschoben. Nicht sichtbar, aber fühlbar – wie eine kleine Welle, die durch meinen Körper lief und etwas wachrief, das lange geschlafen hatte. Vielleicht war es seine Ruhe. Diese kontrollierte, selbstverständliche Präsenz. Vielleicht war es, dass er sich nicht bemühte zu wirken. Nicht versuchte, Eindruck zu machen. Und genau das tat er. Ohne es zu wissen, oder gerade deswegen. Es kribbelte in mir, weil ich plötzlich gespürt habe, wie viel in mir möglich war. Wie offen ich war. Wie empfänglich. Für einen Moment war ich nicht die Neue. Nicht die Planende. Ich war einfach nur ein Körper im Raum, der auf etwas reagierte. Nur einen Moment lang. Dann wandte er sich ab und ging. Ich weiß nicht, warum mein Herz in dem Moment einen Hüpfer machte. Vielleicht, weil sein Blick kein Interesse gezeigt hatte. Keine Spur von Lächeln. Nur Klarheit. Distanz. Etwas, das ich nicht einordnen konnte. Etwas in mir spannte sich an, als hätte mein Körper etwas bemerkt, bevor ich es verstand. Wer war er? Und warum hatte dieser eine Blick so viel mit mir gemacht? Danach ging alles wie in Watte. Ich bekam ein Namensschild, einen schmalen weißen Umschlag mit meinem Crewausweis, einen Lageplan – den ich sofort wieder vergaß – und eine erste Einweisung, die ich nur halb verstand. Irgendetwas über Sicherheit, Kabinenregeln, Feueralarm – und dann dieser Satz, der sich plötzlich messerscharf in mein Bewusstsein schnitt: "Keine Beziehungen unter Crewmitgliedern. Kein s*x an Bord." Ich blinzelte. Hatte ich das richtig gehört? Ein Teil in mir lachte still – weil ich sowieso nicht vorhatte, mich zu verlieben. Und ganz sicher nicht, mich auf irgendwen einzulassen. Ich war doch anständig. Diszipliniert. Ich war hier, um zu arbeiten, mich zu sortieren. Nicht, um mich in irgendwelchen Kabinen zu verlieren. Und trotzdem… ein anderer Teil in mir kribbelte. Als wäre das Verbotene nicht abschreckend, sondern ein Versprechen. Etwas, das tiefer ging. Etwas, das mir sagte: Wenn du etwas fühlen solltest, Lina – dann wird es dich nicht fragen, ob es erlaubt ist. Ich spürte noch immer diese seltsame Unruhe unter der Haut, als würde mein Körper mit einem leichten Echo auf ihn reagieren – obwohl er längst nicht mehr da war. Die Stimmen um mich herum waren zu laut, zu nah. Ich fühlte mich wie aufgedreht und abwesend zugleich. Ein Mädchen aus Rumänien wurde mir zugeteilt. Sie war neu, genau wie ich. Lächelte viel, redete schnell. Wir liefen gemeinsam den schmalen Gang entlang, der nach Maschinenöl und Reinigungsmitteln roch. Jeder Schritt ließ den Boden leicht vibrieren. Ich fühlte mich, als würde ich durch etwas hindurchtreten – wie durch einen Schleier in ein neues Leben. Dann standen wir vor unserer Kabine. Eine Metalltür, grauer Griff, kaum breiter als eine Schrankwand. Die Luft war kühl und trocken, das Fenster nicht größer als ein Briefumschlag. Eine Stunde später lag ich auf dem oberen Bett. Der Ventilator summte, meine Zimmernachbarin quasselte irgendwas über Essenszeiten und Uniformfarben. Ich hörte kaum hin. Der Raum roch nach Desinfektionsmittel und Metall, die Decke war niedrig, das Fenster winzig. Meine Haut klebte am Laken, und trotzdem konnte ich nicht stillliegen. Die Matratze war hart, darunter spürte ich das Holzbrett. Bei jeder Bewegung quietschte das Gestell leicht, als würde es mir zuflüstern, dass ich fremd war. Mein Bein streifte das kalte Metall der Wand, und für einen Moment hielt ich den Atem an. Mein Körper war wach. Meine Gedanken laut. Immer wieder tauchte sein Bild auf. Diese Haltung. Der Blick. Wie er einfach weitergegangen war. So selbstverständlich. Ich fuhr mir mit den Fingern über den Unterarm, spürte die Gänsehaut, obwohl es warm war. War das nur Aufregung? Oder hatte ich etwas gespürt, das ich nicht greifen konnte? Ich hatte es wirklich getan. Ich war nicht mehr Lina aus der Kleinstadt mit dem sicheren Job im Hotel. Ich war jetzt Lina auf einem Schiff. Irgendwo auf dem Meer. Und ich musste mich wieder daran erinnern, warum ich hier war. Um zu arbeiten. Um Erfahrungen zu sammeln. Um meine Englischkenntnisse zu verbessern, die Welt zu sehen und vielleicht irgendwann mal in einem Vorstellungsgespräch selbstsicher sagen zu können: Ich hab auf einem Kreuzfahrtschiff gearbeitet. Ich hab durchgehalten. Ich hab gelernt. Nicht, um mich in fremde Blicke zu verlieren. Nicht wegen eines adretten Mannes mit verschränkten Armen und einem Schweigen, das in mir nachhallt. Aber warum kribbelte es dann noch immer? Ich zog die Knie an meinen Körper, legte das Kinn darauf und atmete tief ein. Morgen würde alles beginnen. Die Arbeit. Die Ablenkung. Die Struktur. Ich wollte mich konzentrieren. Ich musste mich konzentrieren. Verlieben? Nein. Ganz sicher nicht. Dafür war ich nicht hergekommen. Zumindest hatte ich das geglaubt.

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