Episode sixty nine

1032 Worte

Lea Ich starrte die Nachricht an, bis mir die Augen brannten, las sie immer und immer wieder, als ob sich die Worte vielleicht zu etwas weniger Bedrohlichem formen würden. Aber das taten sie nicht. Ich leitete sie an Lukas weiter. Seine Antwort kam innerhalb von dreißig Sekunden: Bleib, wo du bist. Ich hole dich ab. Ich hätte widersprechen sollen. Hätte sagen sollen, dass es zu spät, zu riskant sei, dass ihn jemand mitten in der Nacht bei seiner Ankunft am Herrenhaus sehen könnte. Aber die Drohung hatte etwas in mir aufgewühlt, die Fassung, die ich mir wochenlang aufgebaut hatte, zum Einsturz gebracht. Ich wollte nicht allein in diesem Haus sein, mit seinen Geheimnissen und Schatten und den Menschen, die mich loswerden wollten. Vierzig Minuten später schrieb er mir, dass er draußen sei

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