Lea Der Morgen kam viel zu früh und drang durch die Gaze-Vorhänge in mein kleines Zimmer. Ich hatte kaum geschlafen – zu viele Gedanken wirbelten in meinem Kopf herum, ich war mir der Kameras selbst in der Dunkelheit noch zu bewusst. Jedes Mal, wenn ich einzuschlafen drohte, erinnerte ich mich an die Aufnahmen. Lukas' Lachen. Die Hand der Blondine auf seinem Arm. Wie die anderen Frauen mich beobachtet hatten und auf einen Moment der Fassungslosigkeit gewartet hatten. Ich holte mir Kaffee aus der Küche und ging damit auf die Terrasse, in der Hoffnung auf ein paar Minuten Ruhe, bevor die Vorstellungen des Tages begannen. Maya war schon da und machte Yoga im frühen Licht. Sie bewegte sich mit geübter Anmut durch die Posen und beachtete mich kaum, bis sie fertig war und sich neben mich auf

