bc

Die Schulden des Eiskönigs

book_age16+
0
FOLGEN
1K
LESEN
Milliardär
Rache
Vertragsehe
Familie
HE
zweite Chance
entschlossen
erbe/erbin
Drama
bxg
ernsthaft
Büro/Arbeitsplatz
seductive
like
intro-logo
Werbetext

In den elitären Kreisen Londons war Clara Sterling die „Geisterherzogin“ – eine stille, dekorative Begleitung an der Seite von Silas Vane, dem rücksichtslosen „Eiskönig“. Als Silas ihren Ehevertrag mit einem kalten Scheck beendet, glaubt er, eine Trophäen-Ehefrau loszuwerden.

Er irrt sich.

Clara ist ein mathematisches Genie und hat jahrelang an _Aether_ gearbeitet – einer digitalen Infrastruktur, die sein Imperium zerstören soll. Jetzt ist Silas pleite, sein Ruf ruiniert, und die einzige Person, die ihn retten kann, ist die Ex-Frau, die er nie wirklich gekannt hat.

Doch Claras Hilfe hat ihren Preis: Für 90 Tage muss der Mann, der einst Tausende befehligte, als ihr persönlicher Assistent dienen.

chap-preview
Kostenlose Vorschau
kapitel 1
‎Die Stille im Mayfair-Anwesen eradicate nicht nur die Luft – sie erstickte alles. ‎ ‎Clara Vane saß am Ende eines Mahagonitischs, der bequem zwanzig Personen Platz bot. Heute Abend saßen nur zwei daran. Am anderen Ende, fast vier Meter entfernt, war Silas Vane eine Statue der Perfektion. Sein maßgeschneiderter anthrazitfarbener Anzug hatte nicht eine einzige Falte, und seine Augen lösten sich nicht von dem leuchtenden Bildschirm seines Tablets. ‎ ‎Das einzige Geräusch war das rhythmische Klirren von Claras silberner Gabel auf dem feinen Porzellan. Es war ein einsames, hohles Geräusch. ‎ ‎„Der Wein ist ausgezeichnet, Silas,“ sagte Clara leise. Ihre Stimme wirkte klein in dem hochgedeckten Raum. ‎ ‎Silas blickte nicht auf. Er wischte mit dem Finger über den Bildschirm. „Hmm. Schick eine Nachricht an den Kellermanager, wenn er dir gefällt. Ich lasse ihn für das Board-Meeting nächste Woche noch einen Kasten bestellen.“ ‎ ‎Für das Board. Niemals für sie. Niemals für einen ruhigen Abend zu zweit. ‎ ‎Clara sah ihren Mann an. Silas war der „Eiskönig“ der Londoner Finanzwelt, ein Mann, der mit einer einzigen Nachricht die Märkte bewegen konnte. Er war atemberaubend gutaussehend, mit einem Kiefer wie aus Granit gemeißelt und Augen in der Farbe eines Wintermeers. Aber diese Augen hatten sie seit Monaten nicht wirklich angesehen. Für ihn war sie nur ein weiteres Möbelstück der Luxusklasse, das er sich angeschafft hatte, um sein Bild des Erfolgs zu vervollständigen. ‎ ‎„Silas,“ versuchte sie es erneut, ihr Herz hämmerte gegen ihre Rippen. „Heute ist der Vierzehnte.“ ‎ ‎Er hielt inne, sein Finger schwebte über dem Tablet. Für eine Sekunde hoffte Clara. Sie hoffte, er erinnerte sich an das Datum, an dem sie vor drei Jahren ihren Ehevertrag unterschrieben hatten. Sie hoffte, er erinnerte sich an das kleine, private Versprechen, das er ihr gegeben hatte – dass sie, sobald die Fusion abgeschlossen war, versuchen würden, ein echtes Paar zu sein. ‎ ‎„Der Vierzehnte,“ wiederholte Silas, seine Stimme kalt und analytisch. „Richtig. Die Carrington-Fusion wurde heute um vier Uhr nachmittags abgeschlossen. Ein guter Tag für die Firma.“ ‎ ‎Die Hoffnung in Claras Brust starb einen leisen, schmerzhaften Tod. Sie umklammerte ihr Glas fester, bis ihre Knöchel weiß hervortraten. Er erinnerte sich nicht. Oder schlimmer – es war ihm egal. ‎ ‎„Ich gehe in die Bibliothek,“ sagte sie und stand auf. ‎ ‎Silas blickte endlich auf, aber sein Gesichtsausdruck war leer. „Bleib nicht zu lange auf, Clara. Wir haben morgen die Gala. Du musst auf deinem Höhepunkt aussehen. Die Presse wird da sein.“ ‎ ‎„Natürlich,“ flüsterte sie. „Wir wollen die Marke ja nicht blamieren.“ ‎ ‎Sie ging weg, ihre Absätze klackten auf dem Marmorboden. Silas war schon wieder bei seinem Tablet, bevor sie überhaupt die Türschwelle überquert hatte. ‎ ‎Sobald sich die Bibliothekstür schloss, weinte Clara nicht. Sie hatte keine Zeit mehr für Tränen. Sie ging zu einem versteckten Paneel hinter einer Reihe ledergebundener Bücher und holte einen schlanken, schwarzen Laptop hervor, von dem Silas nichts wusste. ‎ ‎Sie setzte sich an den Mahagonischreibtisch und steckte ein Kabel in die Wand – eine direkte Leitung zu Silas’ privatem Hochgeschwindigkeitsserver. ‎ ‎Auf dem Bildschirm flogen grüne Codezeilen vorbei. Das war ihre Welt. Hier war sie nicht die „Geisterherzogin“. Hier war sie die Architektin. Sie hatte die Kontrolle. Drei Jahre lang, während Silas sie ignorierte, hatte sie sein eigenes verschlüsseltes Netzwerk genutzt, um ein Phantom zu erschaffen. Sie baute _Aether_, ein Tech-System, das so fortschrittlich war, dass es Silas’ gesamtes Geschäftsmodell wie ein Relikt aus der Vergangenheit aussehen lassen würde. ‎ ‎Klick. Klick. Enter. ‎ ‎„Fast geschafft,“ flüsterte sie in den leeren Raum. „Nur noch ein paar Module, dann ist das Fundament fertig.“ ‎ ‎Plötzlich knarrte die Bibliothekstür auf. ‎ ‎Clara klappte den Laptop zu und schob ihn in die Schublade, ihr Herz schlug ihr bis zum Hals. Silas stand im Türrahmen, seinen Mantel über dem Arm. ‎ ‎„Ich fahre ins Büro,“ sagte er, ohne ihre zitternden Hände zu bemerken. „Es gibt eine Unstimmigkeit in den Singapur-Konten. Ich schlafe heute Nacht in der Stadt.“ ‎ ‎Er trat näher und griff in seine Tasche. Er zog einen Umschlag hervor und warf ihn auf den Schreibtisch. Er rutschte über das Holz und blieb direkt vor ihr liegen. ‎ ‎„Was ist das?“ fragte Clara, ihre Stimme zitterte. ‎ ‎„Der Vertrag ist beendet, Clara,“ sagte Silas, seine Stimme flach wie ein Wählton. „Die Fusion ist gesichert. Meine Anwälte haben die Papiere aufgesetzt. Ich habe einen Scheck über fünf Millionen beigelegt. Es ist mehr, als wir vereinbart hatten, aber du warst… angemessen in deiner Rolle. Ich möchte, dass das Haus bis Montag geräumt ist.“ ‎ ‎Clara starrte auf den weißen Umschlag. Die „angemessene“ Ehefrau. Ein Platzhalter. Ein Geschäftsposten. ‎ ‎„Silas, sieh mich an,“ verlangte sie und stand auf. ‎ ‎Silas hielt inne, seine Hand an der Türklinke. Er sah sie an, aber da war keine Wärme, kein Bedauern. Nur die kalte Effizienz eines Mannes, der ein Geschäft abschloss. „Es war ein guter Lauf, Clara. Mach das nicht emotional. Es ist nur Geschäft.“ ‎ ‎Er drehte sich um und ging hinaus. Einen Moment später hörte sie, wie die schwere Haustür zuschlug. Das Geräusch hallte durch das Haus wie ein Schuss. ‎ ‎Clara stand lange schweigend in der dunklen Bibliothek. Dann griff sie langsam in die Schublade und holte ihren Laptop hervor. Sie sah den Scheck nicht an. Sie sah die Scheidungspapiere nicht an. ‎ ‎Sie öffnete den Laptop, und ihr Gesicht wurde vom kalten, blauen Licht des Bildschirms erhellt. Ihre Augen waren nicht mehr sanft. Sie waren scharf. ‎ ‎Sie tippte einen einzigen Befehl. ‎ ‎`[INITIIERE UPLOAD: PROJEKT AETHER]` ‎ ‎Der Ladebalken begann sich zu bewegen. 1%… 2%… ‎ ‎„Du denkst, es ist nur Geschäft, Silas?“ flüsterte sie in die Schatten. „Gut. Lass uns spielen.“ ‎ ‎Sie griff in ihre Tasche und zog ein One-Way-Ticket nach San Francisco hervor. Es war auf morgen früh datiert. ‎ ‎Aber als der Upload 10% erreichte, blinkte eine grellrote Warnung auf ihrem Bildschirm auf. ‎ ‎`[WARNUNG: UNBEFUGTER ZUGRIFF ERKANNT. SERVER-SPERRE IN 60 SEKUNDEN.]` ‎ ‎Claras Blut gefror. Silas’ Sicherheitsteam hatte sie gefunden. Wenn die Sperre abgeschlossen war, würde ihr Standort zurückverfolgt und ihr Code gelöscht werden. Alles, wofür sie gearbeitet hatte, wäre weg. ‎ ‎Sie hatte sechzig Sekunden, um ihre Zukunft zu retten – oder Silas Vane würde sie zerstören, bevor sie überhaupt das Haus verließ. ‎ ‎

editor-pick
Dreame-Wahl des Editors

bc

Unscentable

read
1.8M
bc

He's an Alpha: She doesn't Care

read
703.3K
bc

Claimed by the Biker Giant

read
1.5M
bc

Holiday Hockey Tale: The Icebreaker's Impasse

read
943.2K
bc

A Warrior's Second Chance

read
338.2K
bc

Not just, the Beta

read
337.1K
bc

The Broken Wolf

read
1.1M

Scannen, um App herunterzuladen

download_iosApp Store
google icon
Google Play
Facebook