35

2501 Worte

Wolf spürte ihren Blick auf sich ruhen, wie eine sanfte, aber beständige Wärme, die sich durch die kühle Morgenluft des Palastes fraß. Er hob langsam den Kopf und sah sie an. Marina saß da, die Hände fest um ihre schwarze Kaffeetasse geschlossen, und wich seinem Blick dieses Mal nicht aus. Es war kein flüchtiger Moment, sondern ein stiller Akt der Anerkennung zwischen zwei Seelen, die zu viele Geheimnisse kannten und zu viele Schlachten geschlagen hatten. „Du willst danach fragen, nicht wahr?“, sagte er schließlich. Seine Stimme war ruhig, fast schon meditativ, wie die Seele eines tiefen Ozeans nach einem verheerenden Sturm. Marina zuckte leicht die Schultern, eine Geste vollendeter, fast schon arroganter Gelassenheit. „Nein... ich will nicht fragen. Aber wenn du darüber sprechen möchtes

Kostenloses Lesen für neue Anwender
Scannen, um App herunterzuladen
Facebookexpand_more
  • author-avatar
    Schriftsteller
  • chap_listInhaltsverzeichnis
  • likeHINZUFÜGEN